Wendelin Wiedeking

In dieses deutsche KI-Start-up investiert der Ex-Porsche-Chef

Wendelin Wiedeking investiert in ein Berliner Start-up
© picture alliance / Michaela Rehle
Wendelin Wiedeking investiert in ein Berliner Start-up
Was macht eigentlich Wendelin Wiedeking? Nach seinem Ausstieg aus der Automobilbranche ist es um den langjährigen Vorstandsvorsitzenden der Porsche AG relativ ruhig geworden. Neben der Restaurantkette Tialini, die er mit aufgebaut hat, versucht sich Wiedeking nun auch als Start-up-Investor.

Zusammen mit seinem Sohn Wendelin Junior hat Wiedeking in das Berliner Unternehmen Inspora investiert. Das Start-up bietet einen auf Künstlicher Intelligenz basierenden selbstlernenden Chatbot an, der Nutzern bei Stylingfragen zur Seite stehen soll. Passen die Schuhe zur Hose? Was ziehe ich zum Vorstellungsgespräch an? Wenn es nach Inspora geht, soll all diese Fragen künftig ein Chatbot beantworten.



Das Unternehmen hat es eigenen Angaben zufolge vor allem auf eine weibliche Zielgruppe abgesehen. Sie sollen über den Facebook Messenger mit dem Chatbot in Kontakt treten und den Roboter-Stylisten mit Fragen löchern. Der Algorithmus lernt anschließend mit jeder Unterhaltung mehr über die Nutzerin, beispielsweise über den Mode-Geschmack und das Kleiderschrank-Inventar.

Den Wiedekings scheint die Idee von Inspora-Gründer und -CEO Willi Ibbeken offenbar gut zu gefallen. Welche Summe die beiden in das Unternehmen stecken, ist nicht bekannt. Es ist lediglich von einem "hohen sechsstelligen Betrag" die Rede. Die Bewertung des jungen Unternehmen sei im Zuge dessen "auf mehrere Millionen Euro" gestiegen. Inspora wurde bereits durch das EXISTGründerstipendium des Bundeswirtschaftsministeriums unterstützt.


"Das Thema Künstliche Intelligenz nimmt einen immer wichtigeren Stellenwert ein und wird unseren Alltag in Zukunft maßgeblich beeinflussen. Mit Inspora investieren wir in eine Lösung, die Künstliche Intelligenz nutzt, um einen persönlichen Stilberater für jeden zugänglich zu machen", sagt Wendelin Wiedeking. "Dank des Investments können wir Inspora bald in weiteren Sprachen als digitalen und kostenlosen persönlichen Stylisten anbieten", ergänzt Gründer Ibbeken. ron

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