Augmented Reality

Wie Snapchat und der Kölner Zoo ein besseres Verständnis für Artenschutz schaffen wollen

Mit der Snapchat-Lens kann man etwa den gefährdeten asiatischen Elefanten virtuell entdecken
© Snapchat
Mit der Snapchat-Lens kann man etwa den gefährdeten asiatischen Elefanten virtuell entdecken
Snapchat und der Kölner Zoo wollen auf das globale Problem des Artensterbens aufmerksam machen - und bedienen sich dabei der Technologie: Mittels Augmented Reality können Besucher des Tierparks bedrohte Tierarten als 3D-Animation in der Snapchat-App erleben. Dafür hat Snapchat eigens drei AR-Lenses entwickelt.
Und so funktioniert es: Im Kölner Zoo begegnen den Besuchern ab heute drei leere Gehege, vor denen eine Tafel mit Erklärungen und einem Snap-Code steht. Wer diesen mit der Snapchat-App abscannt, muss anschließend auf das Tierbild in dem Gehege zoomen - und das Erlebnis beginnt.


Konkret erwachen durch die Anwendung drei stark vom Aussterben bedrohte Tierarten zum Leben: Der asiatischen Elefant, der Amurtiger und das Philippinenkrokodil. Deshalb sind die Installationen im Kölner Zoo auch auf der Wiese vor dem ehemaligen Elefantenhaus, auf der Tigeranlage und in der Terrariumsabteilung des Aquariums zu finden. Mit der gemeinsamen Kampagne wollen Snapchat und der Kölner Zoo darauf aufmerksam machen, dass den Zoos - die in Tierschützerkreisen nicht immer den besten Ruf genießen - eine wichtige Rolle in der Erhaltung gefährdeter Arten zukommt, auch bei Wiederauswilderungen. 

Die User können aber auch selbst etwas tun: Mittels eines unterhalb der Lenses platzierten Buttons können sie für ein Artenschutzprojekt des Kölner Zoos spenden. Die Spenden fließen in ein Wiederansiedlungsprojekt für die Rückführung von zwei Philippinenkrokodiljungtieren auf den Philippinen. Die Aktion im Kölner Zoo läuft noch bis zum 28. Oktober. Ab November sind die Lenses für alle Snapchat-Nutzer in Deutschland freigeschaltet.
Vor den Tiergehegen sind Tafeln mit aufgedrucktem Snap-Code angebracht - über diesen kann man die Tiere virtuell zum Leben erwecken
© Snapchat
Vor den Tiergehegen sind Tafeln mit aufgedrucktem Snap-Code angebracht - über diesen kann man die Tiere virtuell zum Leben erwecken
"Wir verfolgen bei Snap das Ziel, mit Augmented Reality die Kamera und die Art und Weise, wie Hunderte von Millionen Menschen die Welt jeden Tag erleben, neu zu definieren", erklärt Liane Siebenhaar, Creative Strategy Lead D-A-CH bei Snap. "Mit den Lenses wollen wir potentielle Zukunftsszenarien erlebbar machen und so zeigen, was passiert, wenn die Bemühungen für den Artenschutz scheitern und Tierarten in freier Wildbahn nicht mehr existieren. So wollen wir Menschen dazu ermutigen, jetzt zu handeln. Für die Generation unserer Kinder wünsche ich mir, dass bedrohte Tiere auch zukünftig im realen Leben und nicht nur in der virtuellen Welt existieren werden." ire
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