VAST 4.0

So will Spiegel Media gemeinsam mit Smartclip die Viewability steigern

Oliver Vesper verspricht Open-Source-Lösung
© Smartclip
Oliver Vesper verspricht Open-Source-Lösung
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Das Thema Viewability umtreibt alle Publisher. Spiegel Media will im Videobereich nun Pionierarbeit leisten. Der Vermarkter der Spiegel-Gruppe setzt ab sofort bei seinem gesamten Online-Qualitäts-Portfolio auf den Branchenstandard VAST 4.0. Dafür haben der Technologiepartner nexx.tv, der Viewability-Tracking-Anbieter Meetrics und der Videospezialist smartclip einen VAST 4.0 Ad Verification Code für den Spiegel-Videoplayer entwickelt.

Die Ad-Verification-Messung nach VAST 4.0-Standard ist eine Technologielösung, die Publishern eine vollständige Inventarkontrolle ermöglicht. VAST (Kurzform für "Video Ad Serving Template") soll die Komplexität entlang der gesamten Wertschöpfungskette verringern und schnellere Fehlerbehebungen ermöglichen. Anders als beim bisher häufig genutzten Standard VPAID sollen Publisher etwa Messskripte von der Werbemittelauslieferung und -kontrolle entkoppeln und so Latenzzeiten und Inventarverluste verringern können. Unter dem Strich sollen Publisher mit VAST 4.0 damit in der Lage sein, die Werbemittelplatzierung spürbar zu optimieren.

Das belegen auch erste Tests. Laut Unternehmensangaben stieg die Sichtbarkeit bei Spiegel Media dank VAST 4.0 signifikant auf 82 Prozent an - und das bei verringertem operativem Aufwand. Grundlage für die Sichtbarkeitsmessung ist die Richtlinie "50/2" des IAB und des Media Rating Council (MRC). Demnach müssen mindestens 50 Prozent der Werbevideos für mindestens zwei Sekunden im sichtbaren Bereich gewesen sein.

"Die Messung der Sichtbarkeit der Werbemittel ist nicht nur für Werbungtreibende zur Priorität geworden, sie ist auch ein Schlüsselaspekt für unsere Premium-Angebote. Die VAST 4.0-Integration ist außerdem Bestandteil unserer Transparenzoffensive, bei der Brand-Safety- und Anti-Fraud-Maßnahmen im Mittelpunkt stehen", sagt André Pätzold, Leiter Vermarktung bei Spiegel Media.

Aus Sicht von Oliver Vesper, Geschäftsführer bei Smartclip und SpotX Deutschland, zeigt die Initiative, dass Deutschland bei digitalen Standards und Lösungen diesmal nicht den Entwicklungen in den USA hinterherhinkt. "In den USA entwickelt, aber noch längst nicht gesetzt, stellen wir uns gemeinsam mit IP Deutschland in Deutschland und Europa an die Spitze der Bewegung", sagt Vesper, der die Zusammenführung der beiden Technologiefirmen SpotX und Smartclip unter dem Dach der RTL Group verantwortet. Ziel sei es, Sichtbarkeitsmessungen für alle Inventare so effektiv wie möglich für beide Seiten, Supply und Demand, umzusetzen. Daher sei ein Open Source-Angebot geplant, das Publishern die Möglichkeit biete, mit verschiedenen Sichtbarkeitsanbietern zusammenzuarbeiten, ohne dabei mehrere Software Development Kit-Integrationen zu benötigen. mas




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