Uber-Deutschlandchef Christoph Weigler

"Wenn es um unser Image geht, haben wir noch Aufholbedarf"

Christoph Weigler ist seit drei Jahren Ubers Deutschlandchef
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Christoph Weigler ist seit drei Jahren Ubers Deutschlandchef
Der Fahrdienstvermittler Uber versucht seit geraumer Zeit, sich ein freundlicheres Image zu verpassen. Konflikte mit der Taxi-Branche und den Behörden haben der US-Firma in Sachen Reputation geschadet, gibt auch Ubers Deutschlandchef Christoph Weigler offen zu: "Wenn es um unser Image geht, haben wir noch Aufholbedarf", sagt er im Interview mit HORIZONT Online. Mit einer großen Marketing-Kampagne, wie sie erst vergangene Woche hierzulande startete, sei dieses Problem allerdings nicht aus der Welt zu schaffen, so Weigler.
Herr Weigler, Sie haben vergangene Woche mit Uber die bislang größte Werbekampagne in Deutschland gestartet. Wieso gerade jetzt? In den vergangenen zwölf Monaten hat sich bei Uber vieles getan. Wir sind heute in sechs deutschen Städten tätig und nicht mehr nur in zwei wie noch vor einem Jahr. Außerdem haben wir beispielsweise mit E-Bikes und E-Scootern mehr Produkte im Portfolio. Dass unsere aktuelle Kampagne nun die bislang größte in Deutschland ist, liegt also auch an unserer gestiegenen Relevanz und Verfügbarkeit.

Sie investieren eine siebenstellige Summe in die Kampagne, welche Maßnahmen setzen Sie damit um? Konkrete Zahlen nennen wir nicht. Bis Ende des Jahres konzentrieren wir uns vor allem auf digitale Kanäle und lokal zugeschnittene Out-of-Home-Motive. In reichweitenstarken nationalen Printmedien haben wir zudem Advertorials gebucht, in denen wir in einer sehr kundenorientierten Sprache versuchen zu erklären, wer wir eigentlich sind und was wir anbieten.
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Zum Marktstart in Hamburg hatte Uber in diesem Sommer bereits mit viel Lokalkolorit geworben. Sie scheinen Gefallen an Lokal-Marketing gefunden zu haben. Diese Strategie spiegelt ein Stück weit auch unsere Situation im deutschen Markt wieder. Denn wenn wir bei Uber eines gelernt haben, dann, dass Mobilität ein regionales Geschäft ist. Man kann nicht einfach einen Mobilitätsdienst in San Francisco erfinden und ihn danach mal eben so in der ganzen Welt ausrollen. Das geht nicht. Man muss regionale Besonderheiten berücksichtigen.

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