Twitter-Übernahmestreit

Elon Musk verkauft Tesla-Aktien im Milliardenwert

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Elon Musk wappnet sich für eine mögliche Niederlage im Rechtsstreit mit Twitter
© IMAGO / Political-Moments
Elon Musk wappnet sich für eine mögliche Niederlage im Rechtsstreit mit Twitter
Tesla-Chef Elon Musk hat Aktien des US-Elektroautobauers im Milliardenwert verkauft und will sich damit für eine mögliche Niederlage im Rechtsstreit um die Twitter-Übernahme wappnen. So schlug der Star-Unternehmer Papiere im Wert von 6,9 Milliarden US-Dollar (rund 6,8 Mrd Euro) los, wie aus Mitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC vom Dienstag (Ortszeit) hervorgeht. Das ist sein größter Aktienverkauf am Unternehmen überhaupt.
"Im (hoffentlich unwahrscheinlichen) Fall, dass Twitter den Abschluss des Deals erzwingt und einige Eigenkapitalpartner abspringen, ist es wichtig, einen Notverkauf von Tesla-Aktien zu vermeiden", schrieb der Milliardär auf Twitter.

Mit dem Kurznachrichtendienst steckt Musk in einem Rechtsstreit, weil er die 44 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Dienstes abblasen will. Musk begründete seinen Rücktritt von dem Deal damit, dass Twitter falsche Angaben zur Zahl der Fake-Accounts auf der Plattform gemacht habe. Der Dienst habe auch Vertragsbruch begangen, weil er keinen ausreichenden Zugang zur Prüfung der Zahlen bereitgestellt habe. Zuvor hatte er mit dem Unternehmen einen Preis von 54,20 US-Dollar je Twitter-Aktie vereinbart und sich dafür auch verschiedene Partner zur Finanzierung des Deals an Bord geholt. Mitte Oktober ist eine Verhandlung vor einem Gericht im Bundesstaat Delaware angesetzt. Unterdessen will Musk offensichtlich wieder Tesla-Aktien zurückkaufen, wenn die Übernahme von Twitter nicht durchgeht. Von Followern auf Twitter danach gefragt, ob er dann aufhören würde, Tesla-Aktien zu veräußern und wieder kaufen würde, antwortete er knapp mit "Ja". dpa
  1. Rolf Mueller
    Erstellt 10. August 2022 12:23 | Permanent-Link

    Ich kann den Rückzug Elon Musks von seinem Twitter-Deal gut nachvollziehen. Ich selbst habe im Laufe der 16 Jahre, die diese Plattform existiert, rund ein Dutzend Accounts angelegt. Obwohl ich nur noch zwei regelmäßig nutze, existieren die anderen munter weiter und sind auch immer noch erreichbar. Wenn Twitter solche Accounts nicht aus der angegebenen Zahl seiner Nutzer herausgerechnet hat, ist sie viel zu hoch.

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