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Seit Dezember können auch Deutsche mit Apple Pay mobil Bezahlen
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Trotz Google Pay und Apple Pay

Kaum ein Deutscher nutzt mobile Bezahldienste

Seit Dezember können auch Deutsche mit Apple Pay mobil Bezahlen
Noch dieses Jahr wollen endlich auch die Sparkassen den mobilen Bezahldienst Apple Pay an den Start bringen und dem modernen Zahlungsverkehr damit zum großen Durchbruch verhelfen. Ob die Deutschen an der Supermarktkasse allerdings auf ihr liebgewonnenes Bargeld verzichten, daran zweifeln einige Branchenexperten. Eine neue Studie des Internetverbands Eco könnte diese Zweifel nun befeuern. Denn obwohl mittlerweile einige mobile Bezahldienste hierzulande verfügbar sind, bezahlt aktuell nur eine kleine Minderheit mit dem Smartphone.
von Giuseppe Rondinella Montag, 11. März 2019
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Laut der Studie, die das Markt- und Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Eco-Verbandes durchgeführt hat und die HORIZONT Online exklusiv vorliegt, zahlen nur 5,5 Prozent der Deutschen regelmäßig mit dem Smartphone oder der Smartwatch an der Ladenkasse. Knapp sieben Prozent nutzen diese Möglichkeit immerhin eher selten oder sehr selten. 87 Prozent der Deutschen haben noch nie mit einem mobilen Endgerät ihre Einkäufe bezahlt.



Mittlerweile kann man in Deutschland in fast allen Supermärkten nicht nur mit Giro- und Kreditkarte, sondern auch mit technisch entsprechend ausgerüsteten Smartphones bezahlen. In der Regel ist das schneller, als mühsam nach passendem Kleingeld zu kramen, da man die Geräte einfach an das Terminal hält. Die Kassentechnik muss dafür kontaktloses Bezahlen per NFC-Funk unterstützen - ein großer Teil der Terminals in Deutschland ist entsprechend umgerüstet.

Seit Dezember 2018 ist der mobile Bezahldienst Apple Pay auch hierzulande verfügbar, allerdings nur in Verbindung mit einer Kredit- oder Debitkarte. Die Sparkassen sind mit ihrer Girocard (noch) nicht mit von der Partie und vertrauen lieber ihrem eigenen Dienst Kwitt. Wenige Monate zuvor war bereits Google Pay in Deutschland an den Start gegangen. Weil sich das mobile Bezahlen allerdings noch immer nicht durchgesetzt hat, fordert der Eco-Verband nun von Handel und Politik mehr Engagement.


"Der stationäre Handel muss den Weg der Digitalisierung konsequent gehen, um im Wettbewerb mit dem Online-Handel bestehen zu können – dazu gehört auch, den Kunden mit der Einführung von Mobile Payment ein neues Nutzungserlebnis zu ermöglichen", sagt Bettina Horster, Leiterin der Kompetenzgruppe Internet of Things im Eco-Verband. Ebenso fordert sie den Gesetzgeber auf, Anreize und positive Rahmenbedingungen insbesondere für den kleinen Einzelhandel zu schaffen. Die Politik sollte einen sicheren Rechtsrahmen schaffen, der Vertrauen in die Technologie fördert und nicht Innovationen durch Forderungen nach mehr Regulation ausbremst.

Dass das Vertrauen in die Technologie hierzulande noch nicht sonderlich ausgeprägt ist, bestätigt auch die aktuelle Eco-Studie. Demnach haben immer noch 48,2 Prozent der Befragten Sicherheitsbedenken bei der Nutzung mobiler Bezahlmethoden, und 20,9 Prozent zahlen am liebsten bar. "Diesen Vorbehalten der Verbraucher gilt es, durch sichere und vertrauensvolle Lösungen aus Deutschland entgegenzuwirken", fordert der Verband.

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Die Finanzbranche steckt viel Hoffnung in den mobilen Bezahldienst von Apple Pay, der im Dezember startete und von vielen deutschen Apple-Fans sehnsüchtig erwartet wurde. Über die Nutzerzahlen schweigen sich die beteiligten Geldhäuser wie Deutsche Bank, Commerzbank und N26 aus, die Nennung konkreter Zahlen verbietet eine Verschwiegenheitserklärung mit Apple. Die Banken zeigten sich zuletzt aber grundsätzlich sehr zufrieden mit dem Kundeninteresseron

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