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LaterPay bekommt frisches Geld und startet neue Features

Cosmin Ene, Gründer von LaterPay
© LaterPay / Alexander von Spreti
Cosmin Ene, Gründer von LaterPay
Frisches Geld: Der deutsche Payment-Anbieter LaterPay hat den Abschluss einer Finanzierungsrunde in Höhe von sechs Millionen Euro von seinen bestehenden Investoren bekannt gegeben. Die Finanzierung kommt zu einer Zeit, in der das Start-up sein Angebot für Anbieter digitaler Inhalte um weitere Lösungen ergänzt: Zwei neue Funktionen gehen nun an den Start.
Zum einen bietet LaterPay künftig sogenannte "Zeitpässe für Werbefreiheit und Digitale Einzelausgaben" an. Damit können Nutzer einer Website selbst entscheiden, ob sie eine Seite für einen bestimmten Zeitraum werbefrei sehen möchten oder nicht. Das Modell entwickelte LaterPay für das US-Nachrichtenportal Salon.com. Bisherige Modelle richteten sich vor allem an Adblock-Nutzer und führten sie zu einer Bezahlschranke. "Bereits im ersten Monat haben hunderte Leser unser werbefreies Angebot gebucht, und dabei haben wir nicht dafür geworben", sagt Salon.com-CEO Jordan Hoffner.


Auch für digitale Versionen von Printausgaben launcht LaterPay nun ein eigenes Angebot: Digitale Einzelausgaben. "Aus der Printwelt kennen Leser zwei Wege, ein Medium zu beziehen. Entweder sie schließen ein Abo ab, oder sie kaufen eine Ausgabe am Kiosk, genau dann, wenn sie sie lesen wollen. Dieses Angebot fehlte im Web bislang. ePaper und andere Digitalausgaben werden derzeit nahezu ausschließlich im Abo verkauft. Verlage vernachlässigen so alle Leser, die kein Interesse an einem Abonnement haben", erklärt LaterPay-CEO Cosmin Ene das Feature.

Das Start-up hat sich darauf spezialisiert, Nutzern im Netz die Möglichkeit zu geben, später zu bezahlen. Anders als bei harten Paywalls geben die Plattformen ihren Kunden mit LaterPays offenem Ansatz einen sofortigen Zugriff auf kostenpflichtige Inhalte und Services, ohne vorherige Registrierung oder Zahlung. Erst bei Erreichen eines gesetzten Warenkorbwerts wird der Nutzer zur Kasse gebeten. Das aus Deutschland stammende Unternehmen hat Büros in München und New York und beschäftigt rund 50 Mitarbeiter. Bereits vor zwei Jahren konnte LaterPay 7,5 Millionen Euro von Investoren einsammeln. ron
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