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Steht die SXSW vor dem Aus?
SXSW
Tech-Messe vor dem Aus?

Facebook, Twitter und Vevo sagen SXSW-Teilnahme wegen Coronavirus ab

Steht die SXSW vor dem Aus?
Steht nach dem Mobile World Congress die nächste große Technologie-Messe vor dem Aus? Wie aus einem Medienbericht hervorgeht, haben Facebook, Twitter und die Videoplattform Vevo angekündigt, aufgrund des Coronavirus keine Mitarbeiter zur Tech-Messe South by Southwest (SXSW) nach Austin zu schicken. Die Veranstaltung soll aber trotzdem stattfinden.
von Giuseppe Rondinella Dienstag, 03. März 2020
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Den Stein ins Rollen brachte am Sonntag der Kurznachrichtendienst Twitter. Das Unternehmen hatte angekündigt, wegen des Coronavirus seine SXSW-Pläne über Bord zu werfen. Heißt: Es wird keinen Twitter-Stand auf der Tech-Messe geben und CEO Jack Dorsey wird nicht - wie eigentlich geplant - für einen Vortrag in die texanische Hauptstadt reisen. Die SXSW soll vom 13. bis 22. März stattfinden. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 400.000 Besucher.


Am Montag hatten sich schließlich Facebook und Vevo den Plänen von Twitter angeschlossen und abenfalls angekündigt, keine Mitarbeiter auf die SXSW zu entsenden. Man wolle die Mitarbeiter vor dem Coronavirus schützen und die Ausbreitung eindämmen. "Wir hoffen, euch nächstes Jahr wieder zu sehen", heißt es bei Vevo. Damit fehlen den Veranstaltern zehn Tage vor dem Start bereits drei große und nahmhafte Messe-Aussteller.

Die Veranstalter wollen die Messe - Stand jetzt - dennoch stattfinden lassen, bekommen für dieses Vorgehen allerdings immer mehr Gegenwind zu spüren. Auf Change.org wurde eine Petition gestartet, die eine Aussetzung der SXSW fordert. Sie wurde bisher knapp 30.000 Mal unterzeichnet. Ein Event wie dieses stattfinden zu lassen, sei inmitten einer weitweiten Coronavirus-Ausbreitung nicht verantwortungsvoll, heißt es in der Petition.


Mit dem Mobile World Congress wurde im Februar bereits die erste große Technologie-Messe aufgrund des Coronavirus abgesagt. Der MWC gilt als die weltweit wichtigste Veranstaltung der Mobilfunkbranche und ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Die Messeveranstalter von der Branchenvereinigung GSMA hatte zu der Messe in diesem Jahr wieder mehr als 100.000 Besucher und mehr als 2800 Aussteller erwartet.

Mittlerweile haben auch zahlreiche Tech-Konzerne ihre hauseigenen Veranstaltungen abgesagt. Google legte seinen für den 6. bis 8. April geplanten Cloud Summit auf Eis, für den 30.000 Besucher erwartet wurden. Stattdessen will Google ein Online-Event als Ersatz anbieten. Facebook sagte seine Entwicklerkonferenz F8 ab und Adobe seinen prominenten Summit in Las Vegas. Das OMR-Festival - eines der größten Branchen-Events in Deutschland, soll - Stand gestern - allerdings im Mai wie geplant stattfinden, gaben die Veranstalter auf Twitter bekannt. ron
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