Tech-Experte Julian Riedlbauer

Warum der Teamviewer-Börsengang dem deutschen Tech-Standort gut tut

Julian Riedlbauer ist Partner bei GP Bullhound
© GP Bullhound
Julian Riedlbauer ist Partner bei GP Bullhound
Das Göppinger Technologieunternehmen Teamviewer hatte im September den größten Börsengang seiner Branche seit dem Dotcom-Boom eingetütet. Das Unternehmen wird mit 5,25 Milliarden Euro bewertet. Für Julian Riedlbauer ist das eine gute Nachricht: "Dem Technologiestandort Deutschland tut dieser Börsengang sehr gut", sagt der Tech-Experte von der Beratungsfirma GP Bullhound im Interview mit HORIZONT Online. An einen Domino-Effekt an der Börse glaubt er allerdings nicht.

Herr Riedlbauer, vor wenigen Wochen hat Teamviewer den größten deutschen Tech-Börsengang seit der Dotcom-Blase eingetütet. Wie bewerten Sie das? Dem Technologiestandort Deutschland tut dieser Börsengang sehr gut. Es gab natürlich schon in den letzten Jahren erfolgreiche deutsche Technologie-Börsengänge wie Zalando, HelloFresh und Rocket Internet, allerdings basiert das Geschäftsmodell dieser Unternehmen nicht ausschließlich auf Software. Bei Teamviewer ist das anders. Und in diesem Software- beziehungsweise Deep-Tech-Bereich ist hierzulande seit SAP, Software AG und Nemetschek so gut wie gar nichts Substanzielles mehr entstanden und an die Börse gekommen. In den USA, China oder England ist in den vergangenen Jahren deutlich mehr passiert. Dieser Rückstand wird mit dem Teamviewer-IPO nun zumindest ein Stück weit aufgeholt.

Ist Teamviewer der nächste deutsche Technologie-Champion? Ich denke schon. Teamviewer hat schon jetzt eine große Kundenbasis, ist modern aufgestellt und agiert weltweit.

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