Studie

Was sich deutsche Verbraucher von Künstlicher Intelligenz versprechen

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Deutsche Verbraucher gehen davon aus, dass Künstliche Intelligenz (KI) viele Alltagsprodukte und -services besser machen wird. Das geht zumindest aus einer repräsentativen Befragung der Digital-Agentur Arithnea und des Marktforschungsinstituts Splendid Research hervor. Dennoch: Die Einstellung der Deutschen zum Thema KI ist geteilt.
In der Untersuchung wurden die deutschen Verbraucher unter anderem gefragt, welche Produkte und Services ihrer Meinung nach durch den Einsatz von KI optimiert würden. Die Mehrheit fände es demnach sinnvoll, in Zukunft dank KI verbesserte Service-Hotlines zu haben (74 Prozent), den Produkt-Versand zu verbessern (71 Prozent), die Energiekosten zu senken (71 Prozent) und  Versicherungsbetrug zu verringern (63 Prozent).


Immerhin etwas mehr als die Mehrheit (60 Prozent) verspricht sich durch den zukünftigen Einsatz von KI einfachere Reisebuchungen, eine Sprachsteuerung für das Auto (58 Prozent) und einen 24-Stunden-Service bei Banken und Versicherungen (56 Prozent). In einer Mitteilung erklären die Studienmacher deshalb: "Unternehmen können also punkten, wenn sie es schaffen, den Mehrwert einer KI-gesteuerten Anwendung transparent darzulegen."

So ganz angefreundet haben sich die Deutschen mit dem Thema KI allerdings noch nicht. Die Meinungen gehen stark auseinander. Während 38 Prozent der Befragten optimistisch sind und davon ausgehen, dass KI das eigene Leben verbessern wird, empfinden 33 Prozent KI sogar als gefährlich. Ebenfalls jeder dritte deutsche Verbraucher gibt an, Angst vor KI zu haben - besonders vor der fehlenden Kontrolle über die eigenen Daten und vor Überwachung.


Über die Studie
Für die Studie befragte das Marktforschungsinstituts Splendid Research im Auftrag der Digitalagentur Arithnea 1.004 Personen aus Deutschland zwischen 18 und 69 Jahren. Untersuchungszeitraum: 21.01.2020 bis 27.01.2020. Die Ergebnisse sind den Machern zufolge repräsentativ für die deutsche Bevölkerung.
Dennoch glaubt Studienleiter Boris Bohn: "Für mich zeigt sich klar, dass die deutschen Verbraucher in Sachen künstlicher Intelligenz 'auf dem Weg' sind." Denn viele Nutzer wüssten gar nicht, dass sie im Alltag Produkte und Services nutzen, die auf eine KI zurückgreifen - etwa die Google-Suche, die Maps-Navigation oder E-Mail-Spamfilter. Es mangelt also vor allem an Aufklärungsarbeit. ron
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