Studie von Adjust und Liftoff

Warum es sich gerade jetzt lohnt, in Shopping-Apps zu investieren

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Online-Shopping per Smartphone ist nicht erst seit der Corona-Krise ein wachsender Trend
© imago images / Panthermedia
Online-Shopping per Smartphone ist nicht erst seit der Corona-Krise ein wachsender Trend
Am Mittwoch hat die App-Marketing-Plattform Adjust in Kooperation mit Liftoff - Spezialist für Mobile-App-Marketing und Retargeting - einen Bericht zur stark wachsenden Beliebtheit von Shopping Apps innerhalb der vergangenen 12 Monate veröffentlicht. Als Vorreiter dieses Trends erweist sich dabei Nordamerika, doch auch in der EMEA-Region zeigt sich die Tendenz zum mobilen Shoppen über das Smartphone immer deutlicher.
Der Report stützt sich auf die bis dato umfangreichsten Datenerhebungen im Bereich Mobile Shopping und zeigt, dass Shopping-Apps weltweit als Inspiration und Entscheidungshilfen genutzt werden. In den letzten 12 Monaten konnte diese App-Kategorie ein signifikantes Wachstum verzeichnen.


Dabei zeigt sich: Nordamerika (NAR) ist aktuell führend im Mobile Shopping, gefolgt von Nutzern aus der EMEA-Region. Im Rahmen der Erhebung wurden mehr als 53 Milliarden Ad-Impressions, über 10 Millionen Installationen und 2 Millionen 'first-time-Events' in Apps zwischen April 2019 und April 2020 analysiert.

Der Report von Adjust und Liftoff legt eine wachsende Akzeptanz der Verbraucher für Shopping-Apps offen. Mit 19,47 US-Dollar sind die Kosten für den Erwerb eines Nutzers, der einen ersten Kauf abschließt, im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte gesunken. Gleichzeitig ist das Engagement in den Apps um 40 Prozent gestiegen und die durchschnittliche Kaufrate liegt mit aktuell 14,7 Prozent über den 10,5 Prozent vom letzten Jahr. Zusätzlich begünstigten die Ausgangsbeschränkungen im Rahmen der Corona-Pandemie das Mobile-Shopping-Verhalten: Während die Kosten pro Installation das ganze Jahr über relativ stabil sind, fielen sie im März 2020 auf ein Jahrestief von 2,48 US-Dollar  genau zu dem Zeitpunkt, als die Ausgangsbeschränkungen ihren Höhepunkt erreicht hatten.
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"Die gesamte E-Commerce-Branche hat in den ersten Märzwochen einen kleinen Schock erlitten, als aufgrund der Covid-19-Pandemie die Werbeausgaben deutlich zurückgefahren wurden", sagt Paul H. Müller, Co-Founder und CTO von Adjust. Im April habe sich die Branche wieder erholt und es sei verstärkt in Re-Targeting und Re-Engagement investiert worden, um neue Kunden zu generieren und Bestandskunden zu halten.

Derzeitige Entwicklung hat Zukunftspotenzial

Gerade in der aktuellen Zeit, wo physische Berührungspunkte im Einzelhandel seltener als bisher stattfänden, könnten Apps das Wachstum von Marken weiter vorantreiben, so die Studienverantwortlichen. "Letztes Jahr hat unsere Analyse ergeben, dass die massiven Rabattaktionen von Handelsgiganten wie Amazon, Flipkart und Alibaba Mobile-Nutzer dazu veranlassen, das ganze Jahr über online einzukaufen. Dieser Trend hält weiterhin an", sagt Mark Ellis, Co-Founder und CEO von Liftoff. "Die Verbraucher passen sich an einen Einzelhandel im Wandel an und verlassen sich dabei mehr denn je auf ihr Smartphone. Es gab noch nie einen günstigeren Zeitpunkt, um eine Shopping-App zu vermarkten."

„Die Verbraucher passen sich an einen Einzelhandel im Wandel an und verlassen sich dabei mehr denn je auf ihr Smartphone. Es gab noch nie einen günstigeren Zeitpunkt, um eine Shopping-App zu vermarkten.“
Mark Ellis
Während das Wachstum von Shopping-Apps rund um den Globus rasant ansteigt, ist Nordamerika laut der Erhebung klarer Spitzenreiter: Die Akquisekosten pro Erstkauf in der NAR-Region sind um das vierfache auf 14,85 US-Dollar gesunken, während die Conversion Rates um mehr als das vierfache auf 27,6 Prozent gestiegen sind. Die Situation in der EMEA-Region ist hingegen etwas vielschichtiger. Die Region weist mit 4,60 US-Dollar die niedrigsten Kosten für die Registrierung von Nutzern und gleichzeitig mit 48,2 Prozent die höchste Conversion Rates für die Registrierung auf. Nutzer in dieser Region sind durchaus bereit für Mobile-Shopping, insbesondere wenn sie sich bereits mitten im Marketing-Funnel befinden. Allerdings liegen die Akquisekosten für Nutzer, die einen Kauf tatsächlich durchführen, bei stolzen 16,27 US-Dollar. In Verbindung mit einer Engagement-Rate, die mit 13,6 Prozent nur halb so hoch ist wie in Nordamerika (27,6 Prozent), wird deutlich, dass Nutzer im Wirtschaftsraum Europa-Arabien-Afrika noch etwas zurückhaltender beim Mobile-Shopping sind.

Mehr Details gibt es im vollständigen Report zum Download.
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