Streamingdienst

Apple lüftet Geheimnis um seinen Netflix-Konkurrenten am 25. März

Apple-CEO Tim Cook auf der WWDC 2018
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Apple-CEO Tim Cook auf der WWDC 2018
"It's show time": Mit diesem doppeldeutigen Satz betitelt Apple seine Veranstaltung, zu der der Konzern am 25. März nun offiziell einlädt - und sendet damit ein eindeutiges Signal an die Journalisten und Analysten. Wie erwartet wird Apple in zwei Wochen seinen eigenen Videostreaming-Dienst vorstellen, der es mit den Branchengrößen Netflix und Amazon aufnehmen soll. Auch der kostenpflichtige Abo-Service für Nachrichten wird wohl erstmals präsentiert.
Seit Monaten wird darüber spekuliert, dass Apple seinen eigenen Streamingdienst für Filme und Serien starten will, um in dem lukrativen Geschäft mitspielen zu können. Der Konzern, dessen iPhone-Erlöse zuletzt zurückgegangen waren, hatte sich für den kostenpflichtigen Dienst bereits eine Partnerschaft mit dem US-Netzwerk HBO gesichert. Außerdem wird Apple auch Inhalte selbst produzieren.
Für die Eigenproduktionen hat Apple mit Jamie Erlicht und Zack Van Amburg bereits Top-Manager aus Hollywood abwerben können, die unter anderem "Breaking Bad" und "Better Call Saul" mitentwickelt haben. Für die Eigenproduktionen hat sich der Konzern zudem mit Oprah Winfrey, Reese Whiterspoon und Steven Spielberg zusammengetan, der eine Neuauflage der Serie "Unglaubliche Geschichten" produzieren wird. Insgesamt steckt Apple mehr als eine Milliarde Dollar in diese Inhalte.


Apple-Chef Tim Cook hatte die Eigenproduktionen zuletzt zur Chefsache gemacht und mit seinem verstärkten Engagement die Filmbranche in Hollywood irritiert. Cook soll Medienberichten zufolge zu sehr in die Entwicklung der Filme und Serien reingeredet und mit seinen pingeligen Vorgaben die Produktion verzögert haben, heißt es aus Hollywood.

Am 25. März wird Apple sehr wahrscheinlich neben seinem eigenen Videostreaming-Dienst auch einen kostenpflichtigen Service für News vorstellen. Der geplante Newsdienst war bei den Publishern aber auf scharfe Kritik gestoßen. Die Verlage stören sich vor allem an den geplanten Bedingungen für das Modell, das Nutzern gegen eine monatliche Gebühr freien Zugriff auf zahlreiche Medieninhalte bieten soll. Ein Verlagsmanager bezeichnete das Modell unverblümt als "beschissenen Deal" für die Medienhäuser.


Ob Apple diesen Service also in zwei Wochen vorstellt, hängt vor allem davon ab, ob sich der Konzern mit den Medienhäusern geeinigt hat. Noch sind keine Details zu dem Dienst bekannt. In der Branche wird das geplante Modell als "Netflix for News" bezeichnet. Nutzer sollen für einen festen Betrag - genannt wird eine Summe von rund 10 Dollar pro Monat, die sich auch bei anderen Abo-Modellen wie Netflix, Spotify oder Apple Music als Richtgröße etabliert hat - freien Zugang zu den Inhalten bekommen. ron
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