Story-Funktion

Auch Linkedin verpasst sich jetzt einen Snapchat-Klon

Linkedin verpasst sich einen Snapchat-Klon
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Linkedin verpasst sich einen Snapchat-Klon
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Facebook, Instagram, Whatsapp, Facebook Messenger, Youtube, Telegram: Die Liste der Social-Media-Plattformen, die eine Story-Funktion gestartet haben, ist lang. Mit Linkedin gesellt sich nun ein weiteres Netzwerk hinzu. Die Karriereplattform bietet künftig ebenfalls eine Funktion an, bei der sich die Inhalte nach kurzer Zeit automatisch wieder löschen. Vermarkten will Linkedin das Feature allerdings nicht.
Linkedin wird für einige Nutzer künftig etwas mehr nach Snapchat ausschauen. Das Karriere-Netzwerk bestätigt gegenüber dem Tech-Portal Techcrunch, eine Story-Funktion auszurollen, um vor allem jüngere Nutzer auf die Plattform zu locken. Zu Beginn dieser Offensive startet das 2016 von Microsoft übernommene Netzwerk mit dem für Studenten entwickelten Angebot "Student Voices".


Das Feature "Student Voices" ist für US-Studenten künftig am oberen Bildschirmrand der Linkedin-App zu sehen und kommt ähnlich daher wie die Snapchat-Klone von Instagram, Facebook und Co. Die Nutzer können dort kurze Videos (Bilder sind nicht erlaubt) auf ihre jeweilige Campus-Playlist hochladen und bearbeiten. Nach einer Woche verschwinden sie wieder automatisch von der Playlist, tauchen auf dem eigenen Account allerdings permanent auf. Auf Snapchat, Instagram, Facebook und Co verschwinden sie bereits nach 24 Stunden.

Vermarkten will Linkedin das neue Feature nicht, heißt es. Werbeanzeigen zwischen den Videoschnipseln sollen, anders als bei Snapchat oder Instagram, nicht angezeigt werden. Dennoch könnte sich das Feature, wenn es denn von den Nutzern angenommen wird, zu einem interessanten Tool für Recruiter mausern, die dort eine weitere Bühne für potenzielle Kandidaten vorfinden.
Der Facebook-Konzern hatte vor mehr als zwei Jahren damit begonnen, angesichts der gestiegenen Konkurrenz durch Snapchat, das bei jungen Nutzern so beliebte Stories-Format zu kopieren und peu à peu in alle Facebook-Dienste zu integrieren - erst bei Instagram, dann im Messenger und schließlich bei Whatsapp und auf Facebook selbst. Mittlerweile finden sich Adaptionen dieses Features auch bei Telegram und Youtube. ron
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