Start-up der Woche

Von der Modebloggerin zur Gründerin

Digidip-Gründerin Sabrina Spielberger
Digidip
Digidip-Gründerin Sabrina Spielberger
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Sabrina Spielberger hat aus einem Problem ein Unternehmen gemacht: Weil die ehemalige Modebloggerin vergeblich nach einer Lösung suchte, ihren Mode-Blog zu monetarisieren, ist sie 2013 kurzerhand zur Gründerin geworden und startete das Technologie-Start-up Digidip. Das Berliner Affiliate-Netzwerk vermittelt User mit Online-Shops und ist bereits profitabel. Unser Start-up der Woche.

Affiliate-Links sind ein bewährtes Marketing-Instrument: Klicken Nutzer auf einem Blog oder auf einer anderen Seite auf einen bestimmten Link und kaufen im Shop anschließend ein Kleidungsstück oder schließen eine Versicherung ab, bekommt der Publisher eine Provision. In diese Geschäftsbeziehung hat sich Digidip integriert und verdient quasi mit der Provision von der Provision, indem das Start-up User und Webseiten-Betreiber vernetzt.

Fünf Jahre nach der Gründung kann das Berliner Unternehmen auf über 100 integrierte Netzwerke und 40.000 Webhändler blicken - und vermittelt pro Tag 3 Millionen User mit namhaften Online-Shops, beispielsweise Amazon und Groupon. Gegenüber HORIZONT Online erklärt CEO Spielberger ihr Unternehmen.

"Performance Marketing ist immer noch ein kompliziertes Thema"

Sabrina Spielberger
Sabrina Spielberger (© Digidip)
Eine Minute im Aufzug mit einem potenziellen Investor. Wie lautet euer Elevator Pitch? Wir verschaffen Online-Händlern mehr Aufmerksamkeit und sorgen dafür, dass Webseiten sich dadurch monetarisieren können. Wir fungieren aber nicht als Agentur, sondern als automatisierte, skalierbare Lösung, die darauf zugeschnitten ist, für beide Seiten den maximalen Return rauszuholen. Außerdem sind wir ohne externe Finanzierung ausgekommen und mittlerweile profitabel, mit einem kleinen Team also auch effizient.



Warum besteht Bedarf an eurem Produkt? Weil Performance Marketing immer noch ein kompliziertes Thema ist. Keiner will darauf verzichten aber keiner möchte sich zu sehr damit beschäftigen. Dafür ist unser Produkt perfekt. Wir setzen da an, wo es Monetarisierungslücken gibt, ohne das Thema noch komplexer zu gestalten.

Start-up der Woche
In der Rubrik "Start-up der Woche" stellen wir einmal in der Woche eine junge Firma vor, die mit innovativen Geschäftsideen einen Wirtschaftsbereich aufmischt. Die Start-ups werden subjektiv von der HORIZONT-Onlineredaktion ausgewählt.

Wie bist du auf die Idee gekommen? Ich habe mich damals auf dem Markt umgesehen, weil ich selbst nach so einem Service gesucht habe und habe dann festgestellt, dass keine der damals existierenden Lösungen meine Anforderungen erfüllt hat. Wie können sie dann die Anforderungen von hochkarätigen Webseiten und Online-Händlern erfüllen? Da kommen wir ins Spiel, verfügen über einen ausgezeichneten Support und maximale Umsatzsteigerung dank unserer Tools.

Wie verdient ihr Geld? Durch einen kleinen Revenue-Share, den wir von den erzielten Einnahmen einbehalten.

Vor welchen Herausforderungen steht ihr in den nächsten Monaten? Das Eindringen in den US-Markt, in dem wir momentan noch die meiste Konkurrenz haben. Wir sind auch noch an weiteren (noch nicht spruchreifen) Ideen dran, um unser Produkt zu erweitern, die sehr interessant für den Markt sein könnten. 

Wie steht euer Unternehmen in fünf Jahren da? Wir wollen der wichtigste Player für deutsche und weltweite Advertiser und Publisher sein, wenn es um unkomplizierte Content-Monetarisierung geht.


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