Sprachassistenten

Wie sich Alexa & Co in deutschen Autos breit machen

BMW stellte auf dem Mobile World Congress in Barcelona sein neues Natural Interaction System vor
© BMW
BMW stellte auf dem Mobile World Congress in Barcelona sein neues Natural Interaction System vor
"Hey BMW, mir ist langweilig": Autohersteller bauen die Sprachanwendungen in ihrem Entertainment-Systemen aus und reagieren damit auf das Vordringen von Alexa und Co. Die Konzepte der großen Autobauer unterscheiden sich jedoch stark. Ein Überblick der Strategien von Mercedes, BMW und Audi.
Der Boom von Sprachanwendungen macht die Autoindustrie hellhörig. Amazon und Google ist es in kurzer Zeit gelungen, mit ihren Sprachboxen Echo und Home sowie ihren Sprachassistenten Alexa und Google Assistant eigene Ökosysteme aufzubauen. So konnte sich Voice als neue Schnittstelle der Internet-Nutzung etablieren, zudem drängen Alexa und Co nun auch in die In-Car-Entertainment-Systeme der Pkws und kommen damit der Autoindustrie ins Gehege, die ihrerseits mit Hochdruck am Aufbau einer eigenen, selbstlernenden Sprachsteuerung arbeitet. Insbesondere die drei deutschen Premiumhersteller geben Gas.

Ob sie sich mit ihrer eigenen Sprachsteuerung gegen die Konkurrenz behaupten können, ist fraglich – Google und Amazon verfügen über wesentlich mehr Nutzer und Daten. Mercedes-Manager Alexander Schmitt scheut den Vergleich dennoch nicht. Er glaubt, dass ein gutes Sprachbediensystem nicht allein von der Masse, sondern auch von der Qualität der Daten, ihrer Interpretation und ihrer Umsetzung in Ergebnisse lebt. "Wir wollen den Prozess ganz bewusst selbst steuern und unsere langjährige Kompetenz weiter ausbauen", betont Schmitt. Dabei sollen ihm auch Partner wie Nuance und Soundhound zur Seite stehen, die Erfahrung und Datensammlungen einbringen.

BMW schlägt andere Töne an. Hier will man den Kunden zu jeder Zeit die passenden Services bieten, wie Lutz Frick, Head of Project BMW Intelligent Personal Assistant, sagt. Und die sollen sich möglichst nahtlos in die Welt der Mobilität einfügen. Mit seiner intelligenten Plattform will BMW zudem Trends wie Carsharing, Vernetzung und autonomem Fahren gerecht werden.

Mercedes trotzt Alexa 

Daimler gilt mit seinem System Mercedes-Benz User Experience (MBUX) als Vorreiter.

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