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Wie eine technische Innovation den Volleyball attraktiver machen soll

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Der Glasboden kam am 20. Oktober beim Comdirect Supercup in Hannover zum Einsatz
© Volleyball Bundesliga
Der Glasboden kam am 20. Oktober beim Comdirect Supercup in Hannover zum Einsatz
Die Organisatoren des Volleyballsports in Deutschland legen sich mächtig ins Zeug, um die Attraktivität der Sportart für Fans, Sponsoren und Medien zu erhöhen. Beim Comdirect Supercup in Hannover kam dafür eine neue Technologie zum Einsatz – nun ziehen die Organisatoren Bilanz.
Der Volleyball in Deutschland ist in einer schwierigen Lage: Dem Deutschen Volleyball-Verband laufen seit Jahren die Mitglieder davon (siehe Grafik). Rund 405.000 Mitglieder zählt der Verband in diesem Jahr, zu Beginn des Jahrtausends waren es noch mehr als eine halbe Million. Immerhin kann Volleyball-Deutschland auf zwei wichtige Medienpartner zählen: Top-Spiele der Volleyball-Bundesliga (VBL) werden frei empfangbar auf Sport1 übertragen, hinzu kommen Streams auf Sporttotal.tv.
Die Entwicklung der Mitgliederzahlen des Deutschen Volleyball-Verbands
© Statista
Die Entwicklung der Mitgliederzahlen des Deutschen Volleyball-Verbands
Große Sprünge können die Clubs aber nicht machen: Einer Sponsors-Analyse zufolge betrugen die Vermarktungserlöse der Volleyball-Bundesligisten sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen rund 1,1 Millionen Euro pro Jahr. Die Organisatoren des Volleyballsports in Deutschland legen sich vor diesem Hintergrund mächtig ins Zeug, um die Attraktivität der immerhin olympischen Sportart für Fans, Sponsoren und Medien zu erhöhen.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Direktbank Comdirect. Mit dem Deutschen Volleyball-Verband unterhält die Commerzbank-Tochter eine Technologie-Partnerschaft, in deren Rahmen Innovationen wie Videobeweis, Geschwindigkeitsmessung oder Bewegungsdatenanalyse eingeführt wurden. Comdirect ist aber auch Hauptsponsor und Namensgeber des Volleyball Supercups, bei dem jedes Jahr die Pokalsieger der Frauen und der Männer auf die jeweiligen Deutschen Meister treffen.

Für das diesjährige Event am 20. Oktober in Hannover hat die VBL als alleiniger Ausrichter einen weiteren Schritt in Richtung Attraktivitätssteigerung getan: Erstmals wurde dabei ein Pflichtspiel einer olympischen Sportart auf einem interaktiven Hallenboden ausgetragen. Der "ASB Lumiflex" von der Firma ASB GlassFloor kann interaktive Daten wie Sprunghöhe oder Laufwege darstellen und so den Zuschauern Mehrwerte bieten.

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