Smartphone, Konsole & Co

Auf diesen Plattformen zocken die Deutschen am liebsten

Die Deutschen zocken am liebsten auf dem Smartphone
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Die Deutschen zocken am liebsten auf dem Smartphone
Playstation? Xbox? PC? Pustekuchen! Wenn es ums Daddeln geht, ist das Smartphone erstmals die beliebteste Plattform der Deutschen - und verdrängt den PC auf Rang 2. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung des Branchenverbands game hervor. Das Smartphone erreiche vor allem durch seine weite Verbreitung und die geringen Einstiegshürden viele Menschen, die zuvor wenig oder gar nicht gespielt haben.

Demnach spielen in Deutschland 18,2 Millionen Menschen auf ihren Smartphones. Das sind rund 900.000 mehr als noch vor einem Jahr. Damit sind die mobilen Geräte erstmals die beliebteste Spiele-Plattform hierzulande und verdrängen den PC (17,3 Millionen Spieler) von der Spitzenposition. Spielekonsolen wie die Playstation 4 von Sony, Switch von Nintendo und Xbox One von Microsoft nutzen 16 Millionen Menschen in Deutschland – und damit rund 200.000 mehr als noch vor einem Jahr. Unverändert blieb die Zahl derer, die über Tablets zocken: 11,5 Millionen Menschen in Deutschland spielen auf den flachen Computern mit Touchscreen.


"Games erfreuen sich immer größerer Beliebtheit", resümiert game-Chef Felix Falk. "Das Smartphone erreicht dabei besonders durch seine weite Verbreitung und die geringen Einstiegshürden auch viele Menschen, die zuvor wenig oder gar nicht gespielt haben." Die wachsende Vielfalt an Spiele-Plattformen mit Millionenpublikum sei zudem auch für Indie-Entwickler wichtig. "Mit kleinen Budgets und großer Kreativität begeistern sie immer mehr Menschen mit ihren mutigen und überraschenden Spiele-Ideen", so Falk.

Die beliebtesten Spiele-Plattformen in Deutschland

Quelle: game (Angaben in Millionen (Jahr 2017))


Insgesamt spielen laut Verbandsangaben 34,3 Millionen Menschen in Deutschland. Das ist knapp jeder zweite Deutsche. Hiervon sind 47 Prozent Frauen und 53 Prozent Männer. Das Durchschnittsalter der Gamer in Deutschland ist 2018 auf über 36 Jahre gestiegen, die über 50-Jährigen stellen inzwischen die größte Gruppe.

Und auch der Gesamtmarkt entwickelt sich hierzulande offenbar prächtig: Insgesamt konnte der Markt für Computer- und Videospiele sowie Games-Hardware im vergangenen Jahr um 15 Prozent auf über 3,3 Milliarden Euro wachsen und durchbrach damit erstmals die 3-Milliarden-Euro-Barriere. Das sah im Jahr 2015 und 2016 noch ganz anders aus, als der Gesamtmarkt bei 2,9 Milliarden Euro mehr oder weniger stagnierte.

Das lag damals vor allem daran, dass der Umsatz mit Gaming-Hardware gesunken ist, weil die Durchschnittspreise der Modelle nach mehreren Jahren auf dem Markt gesunken sind, erklärte Falk vor einem Jahr im Interview mit HORIZONT Online. "Je länger eine Konsolengeneration auf dem Markt ist, desto eher gehen die Preise runter. Von den überarbeiteten und neuen Modellen wie der Playstation 4 Pro, Nintendo Switch und Xbox One X erwarten wir aber wieder einen Wachstumsimpuls für den gesamten Markt." Dieses Szenario ist nun offensichtlich eingetreten.
„Das Smartphone erreicht dabei besonders durch seine weite Verbreitung und die geringen Einstiegshürden auch viele Menschen, die zuvor wenig oder gar nicht gespielt haben“
Felix Falk, game
Einer der größten Wachstumstreiber in diesem Jahr bleiben Games für Smartphones und Tablets: 2017 ist der Umsatz mit Spiele-Apps in Deutschland auf 497 Millionen Euro gewachsen. Das ist ein Plus von 21 Prozent im Vergleich zu 2016 (409 Millionen Euro). Die Cashcow schlechthin hierbei: In-App-Käufe. Der Umsatz hiermit stieg um knapp 23 Prozent auf 481 Millionen Euro.

Viele kostenfreie Spiele, sogenannte Free-to-Play-Apps, setzen auf In-App-Käufe: Entsprechende Titel können kostenfrei heruntergeladen und gespielt werden. Für zusätzliche Level oder eine individuelle Gestaltung der Spielfigur können Spieler Geld ausgeben. Für den Kauf von Spiele-Apps gaben die Deutschen 2017 rund 16 Millionen Euro aus. Ein Jahr zuvor waren es noch 17 Millionen Euro. ron



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