RMS-Manager Frank Bachér

"Smartspeaker durchdringen den Markt mit unglaublicher Geschwindigkeit"

Frank Bachér von RMS zu Gast im HORIZONT Podcast
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Frank Bachér von RMS zu Gast im HORIZONT Podcast
In wenigen Tagen werden sie vermutlich wieder unter zahlreichen Weihnachtsbäumen zu finden sein: smarte Lautsprecher. Die Geräte von Amazon, Google und Co durchdringen aktuell "mit einer unglaublichen Geschwindigkeit" den deutschen Markt, beobachtet Frank Bachér, Leiter des Geschäftsbereichs Digitale Medien beim Audio-Vermarkter RMS. Im HORIZONT Podcast gibt er einen Überblick zur Verbreitung der Smartspeaker und erklärt, warum Werbungtreibende diese neue Welt nun schleunigst für sich nutzen sollten.

Frank Bachér ist ein echter Audio-Fan. Er betreibt nicht nur einen eigenen Radiosender, auf dem Soul, Jazz und Funk rauf und runter läuft. Der RMS-Manager hat sowohl daheim als auch im Büro einen Amazon Echo stehen. In den eigenen vier Wänden steuert er mit seinen Sprachbefehlen sogar die Wohnzimmerbeleuchtung, wie er im HORIZONT Podcast (Intro- und Outroproduktion: Supreme Music) erklärt.


"Smartspeaker sind definitiv gekommen um zu bleiben", so Bachér, der seine These sogleich mit ein paar Nutzungsstatistiken schmückt. Sechs Millionen Deutsche würden einer RMS-Studie zufolge in den nächsten sechs Monaten die Anschaffung eines Smartspeakers planen. Elf Millionen nutzen bereits einen in den eigenen vier Wänden. "Das Smartphone hat vier Jahre gebraucht, um 50 Millionen Menschen weltweit zu erreichen, Smartspeaker hingegen nur 12 Monate. Das zeigt, mit welcher unglaublichen Geschwindigkeit der Markt durchdrungen wird."

Das hat zur Folge, dass die Audio-Nutzung steigen wird, prophezeit Bachér. Und zwar zu Lasten der TV-Nutzung. "Wir erleben eine Verschiebung der TV-Nutzung in Richtung Audio-Nutzung. 30 Prozent der Amerikaner, die einen Smartspeaker daheim haben, schauen weniger Fernsehen." Bei RMS habe man bereits damit begonnen, die Büros mit smarten Lautsprechern auszurüsten, um die Mitarbeiter an die neue Technik zu gewöhnen. Nur: Viele Werbungtreibende finden auf den Geräten noch überhaupt nicht statt. Beispiel Pampers: "Wenn man Alexa nach Pampers fragt, antwortet sie, dass das eine amerikanische Marke ist, die zu Procter & Gamble gehört und Procter & Gamble in 70 Ländern aktiv ist. Ich muss doch als Hersteller das Interesse haben, in dieser neuen Welt stattzufinden", so Bachér. Marken müssten sich nun mit der Frage befassen, wie sie diese Umgebung, in der Nutzer mit ganz vielen Fragen zu Produkten um die Ecke kommen, für sich nutzen können.


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