"Refrigerdating"

Samsung verwandelt den Kühlschrank in Tinder

Samsungs Family-Hub-Kühlschrank spielt für die App eine zentrale Rolle
© Samsung
Samsungs Family-Hub-Kühlschrank spielt für die App eine zentrale Rolle
Wie heißt es in der Liebe so schön: Es sind die inneren Werte, die wirklich zählen. Oder wie Samsung sagen würde: das Innere des Kühlschranks. Der südkoreanische Konzern hat eine Dating-App auf den Markt gebracht, mit der die Nutzer Bilder aus dem Inneren ihres Kühlschranks teilen und sich dann wie bei Tinder zu ihrem SeelenKühlschrank-Verwandten durchswipen sollen.
Ganz nach dem Prinzip "Du bist, was du isst" sollen die "Refrigerdating"-Nutzer mit einem Kühlschrank-Bild Informationen über sich selbst preisgeben. Natürlich nur über die inneren, nicht die äußeren Werte. Viel Obst und Gemüse im Kühlschrank lassen logischerweise auf einen Menschen schließen, der auf seine Ernährung achtet. Bier und Tiefkühlpizza hingegen machen keinen guten Eindruck. Wie bei der Dating-App Tinder lassen sich die Bilder nach links und rechts swipen, bis sich irgendwann ein "Match" ergibt.


Mit der Anwendung, die auf den ersten Blick wie ein Aprilscherz daherkommt, erhofft sich Samsung tatsächlich eine größere Aufmerksamkeit für seinen 4000 US-Dollar teuren Family-Hub-Kühlschrank, den der Konzern vor drei Jahren vorgestellt hat. Dabei handelt es sich um einen smarten Kühlschrank, der im Inneren mit drei Kameras ausgestattet ist und dem Besitzer von unterwegs jederzeit per Smartphone-App einen Blick ins Innere erlaubt - falls man im Supermarkt steht und keine Ahnung mehr hat, ob man Milch braucht oder nicht.

Samsung "Refrigerdating": Ein paar Screenshots


Wie viele Nutzer die App bereits verwenden, darüber macht Samsung keine Angaben. Nur so viel: Es gibt tatsächlich Anmeldungen. Mitmachen können auch Nutzer, die keinen smarten Kühlschrank von Samsung und die dazugehörige Smart-Home-App haben: Das ganze funktioniert auch über den Web-Browser. Ein erster Blick in die Anwendung zeigt: Die meisten Nutzer sind aus Schweden. Kein Wunder: Dort wurde die Idee für Samsung geboren.

Zumindest steckt auch ein kleine Gesellschaftskritik hinter der "Refrigerdating"-Anwendung. "Wir hoffen, dass sich die Menschen damit unter ehrlicheren und transparenteren Umständen kennenlernen können", sagt Samsungs schwedische PR-Managerin Elin Axelsson gegenüber dem US-Portal Cnet. Begegnungen in sozialen Netzwerken seien heutzutage zu oberflächlich. ron
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