Rebranding

Google verpasst seinem Cloud-Speicherdienst Drive einen neuen Namen

Google-Cloud-CEO Diane Greene
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Google-Cloud-CEO Diane Greene
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Aus Google Drive wird Google One: Der Tech-Gigant verpasst seinem bekannten Cloud-Speicherdienst einen neuen Namen und rollt das aktualisierte Branding in den nächsten Wochen aus, wie es in einer Mitteilung heißt. Demnach werden künftig alle kostenpflichtigen Google Drive-Speicherplatzabos zu Google One zusammengefasst.
In Google One können Nutzer ihren Speicherplatz, der etwa für Gmail, Fotos und Videos benötigt wird, an einem Ort verwalten. Kostenpflichtige Abos werden erhältlich sein ab 1,99 Dollar für 100 GB. Alle bestehenden 1-TB-Abos für Google Drive werden ohne Zusatzkosten auf 2 TB erweitert. Es ist Medienberichten zufolge davon auszugehen, dass die Preise ohne Anpassung für den deutschen Markt übernommen werden.


Desweiteren ist in Google One eine Familienoption enthalten, die es Nutzern ermöglicht, den Speicher mit bis zu fünf weiteren Personen zu teilen. Außerdem sollen Google-Experten künftig einen direkten Support ermöglichen und bei Fragen in einem Chat für den Anwender zur Verfügung stehen. 
Nutzer eines kostenpflichtigen Drive-Speicheraboswerden das Rebranding in den kommenden Wochen zu sehen bekommen.

Für Geschäftskunden der G Suite bleibt hingegen alles beim Alten. Bei der G Suite handelt es sich um ein Paket von Software-Werkzeugen, mit denen Googles Cloud-Kunden etwa ihre Mails verwalten, Dokumente bearbeiten und Videokonferenzen organisieren. Google Drive ist ein Teil der G Suite. Mit seinen Cloud-Angeboten für Geschäftskunden generiert Google mittlerweile rund eine Milliarde Euro. Immer mehr große Unternehmen verlegen ihre Arbeitsprozesse in die Datenwolke, etwa der Düsseldorfer Handelsriese Metro. Im hart umkämpften Markt der Cloud-Anwendungen befindet sich Google allerdings in der ungewohnten Rolle eines Herausforderers, der versucht, den Vorsprung der Marktführer Amazon (AWS) und Microsoft (Azure) aufzuholen. ron

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