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Podcast Ads boomen - und sorgen für eine starke Quartalsbilanz bei Spotify
Spotify
Quartalsbilanz

Spotify-Werbeerlöse schnellen dank Podcast-Offensive in die Höhe

Podcast Ads boomen - und sorgen für eine starke Quartalsbilanz bei Spotify
Der Musikstreaming-Marktführer Spotify erntet die ersten Früchte seiner Podcast-Offensive. Im vergangenen Quartal sprangen die Werbeerlöse im Jahresvergleich um 75 Prozent auf 323 Millionen Euro. Ihr Anteil am gesamten Spotify-Geschäft stieg damit von gut 9 auf rund 13 Prozent. Spotify hatte in den vergangenen Monaten mit Zukäufen und Exklusiv-Deals viel in den Ausbau des Podcast-Angebots investiert.
von HORIZONT Online / dpa Mittwoch, 27. Oktober 2021
Die Abo-Erlöse stiegen im drittel Quartal um 22 Prozent auf rund 2,18 Milliarden Euro, wie das Unternehmen aus Stockholm am Mittwoch mitteilte. Spotify hat nun 172 Millionen Abo-Kunden, 7 Millionen mehr als vor drei Monaten. Auf die kostenlose Version mit Werbung greifen 220 Millionen Nutzer zu, ein Zuwachs von 10 Millionen im vergangenen Quartal. Zum Jahresende rechnet Spotify wie bisher mit bis zu 181 Millionen Abo-Kunden und 407 Millionen Nutzern insgesamt.

Der Spotify-Konzernumsatz wuchs um 27 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Der Erlös pro Abo-Kunde legte um vier Prozent auf 4,34 Euro zu. Der Wert war zuletzt unter Druck angesichts des Ausbaus des Geschäfts in Ländern mit günstigeren Preisen und Rabattaktionen. Unterm Strich verbuchte Spotify einen Quartalsgewinn von zwei Millionen Euro - nach roten Zahlen von 101 Millionen Euro ein Jahr zuvor. In den vergangenen Jahren drückten Steuern auf die Vergütung von Mitarbeitern mit Aktien vor allem im Heimatmarkt Schweden die Gewinne. Mit einem gesunkenen Aktienkurs seien diese Steuern zuletzt aber niedriger als erwartet ausgefallen, erklärte Spotify.

Spotify gilt als die klare Nummer eins im Musikstreaming-Geschäft vor Apple. Der iPhone-Konzern hatte in seinem Dienst Apple Music im Sommer 2019 mehr als 60 Millionen Abo-Kunden - und nannte seitdem keine neuen Zahlen. Apple verzichtet anders als Spotify auf eine Gratis-Version und besserte sein Angebot jüngst mit Musik in besserer Qualität und räumlichem Mehrkanalton auf. dpa
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