OmniBot

In dieses Oldenburger Start-up ist ein Amazon-Entwickler eingestiegen

Jascha Stein, CEO und Co-Founder von Omnibot
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Jascha Stein, CEO und Co-Founder von Omnibot
Sprachassistenten und Chatbots sind mittlerweile Bestandteil der Marketingstrategie vieler Unternehmen. Das Oldenburger Start-up OmniBot hat es sich zur Aufgabe gemacht, bei der Entwicklung dieser Technologien behilflich zu sein und bietet dafür eine eigene Plattform an, die bereits von großen Firmen wie Volkswagen und der Deutschen Telekom genutzt wird. Unser Start-up der Woche.

Im Grunde können Unternehmen mit der OmniBot-Plattform selbst einen Sprachassistenten oder Chatbot entwickeln, der dann beispielsweise im Callcenter eingesetzt werden kann. Erst kürzlich ist Jeff Adams, ehemaliger Leiter des Sprachtechnologie-Teams hinter Amazon Alexa, als Mitgründer und leitender Wissenschaftler bei OmniBot eingestiegen. CEO Jascha Stein erklärt das Geschäftsmodell seines Start-ups gegenüber HORIZONT Online: 

"Wir werden europäischer Marktführer"

Eine Minute im Aufzug mit einem potenziellen Investor. Wie lautet euer Elevator Pitch? Unsere Plattform ermöglicht es Unternehmen, skalierbare Sprachassistenten und Chatbots zu entwickeln, um die Kundenzufriedenheit mit einer Personalisierung des Kundenerlebnisses zu steigern. Unsere Sprachtechnologie wurde von unserem Mitgründer Jeff Adams entwickelt. Jeff leitete das Team, das für die Entwicklung der Amazon Alexa Sprachplattform verantwortlich war.


Warum besteht Bedarf an eurem Produkt? Regelmäßig wiederholende Tätigkeiten, etwa die Beantwortung der immergleichen Fragen in einem Callcenter durch einen Callcenter-Agent führen zu Stress. Komplexe User Interfaces an Geräten oder Softwareanwendungen hindern Menschen am effizienten Einsatz technischer Systeme. OmniBot ermöglicht es Unternehmen und Menschen, jegliche Art von Soft- oder Hardware durch Chat- oder Sprachassistenten natürlich per Text oder Sprache zu steuern. Wie seid ihr auf die Idee gekommen? Mein Kollege Alexander Rauser und ich hatten als IT-Experten täglich mit schlechten Benutzeroberflächen unterschiedlicher Soft- und Hardwaresystemen zu tun. Außerdem waren wir - wie viele andere Menschen auch - von Telefon-Warteschleifen, Wahlsystemen und gestressten Callcenter-Mitarbeitern genervt. Ein einfacheres User Interface musste her.

Wie verdient ihr Geld? Wir lizenzieren unsere Plattform an Unternehmen oder rechnen auf Basis von Nutzeranfragen mit Unternehmen ab.
Start-up der Woche
In der Rubrik "Start-up der Woche" stellen wir einmal in der Woche eine junge Firma vor, die mit innovativen Geschäftsideen einen Wirtschaftsbereich aufmischt. Die Start-ups werden subjektiv von der HORIZONT-Onlineredaktion ausgewählt.
Vor welchen Herausforderungen steht ihr in den nächsten Monaten? Die Nachfrage ist wesentlich größer, als wir bedienen können. Das ist einerseits ein Luxusproblem, andererseits entwickelt sich der Markt rapide und potenzielle Kunden entscheiden sich relativ schnell für eine Lösung. Deswegen müssen wir unser Wachstum beschleunigen und kurzfristig weitere Mitarbeiter finden. Außerdem wollen wir weitere internationale Unternehmen - wie beispielsweise die Deutsche Telekom, die bereits zu unseren Partnern zählt - für die Integration unserer Plattform gewinnen sowie weiteres Kapital akquirieren.


Wie steht euer Unternehmen in fünf Jahren da? Wir werden europäischer Marktführer im Bereich Conversational AI sein - und unter den Top 10 international.

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