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Facebook sammelt Virtual-Reality-Nutzungsdaten für Werbekunden

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Facebook sammelt Oculus-Daten für Werbekunden
© Imago / Richard B. Levine
Facebook sammelt Oculus-Daten für Werbekunden
Nutzungsdaten, die beim Spielen mit einem Virtual-Reality-Headset von Oculus anfallen, werden künftig von Facebook an Werbekunden weitergegeben. Das hat das Unternehmen in einem Blogbeitrag mitgeteilt. In einem Update der Datenschutzbestimmungen beschreibt Facebook, welche Daten der Konzern in der virtuellen Welt sammelt und wie sie für Werbung genutzt werden sollen.
Konkret sammelt Facebook künftig Informationen darüber, welche Apps in der virtuellen Oculus-Welt genutzt werden, wie Nutzer sich in bestimmten Spielen verhalten, wie sie mit anderen Nutzern interagieren oder welche Sprachbefehle in der virtuellen Welt abgesetzt werden. Wie das Fachblatt Adage berichtet, will das soziale Netzwerk diese Daten eigenen Angaben zufolge auch für personalisierte Werbung auf allen Facebook-Plattformen nutzen.


Wer die Geräte von Oculus ohne einen Facebook-Account nutzt, der ist von diesen Änderungen nicht betroffen. "Wenn Sie sich nicht über Facebook bei Oculus anmelden, teilen wir Ihre Daten nicht mit Facebook, um Drittanbietern zielgenauere Werbung zu erlauben", teilt das Unternehmen mit. Vor einem Jahr brachte Oculus mit der "Go" erstmals ein VR-Headset auf den Markt, das komplett ohne Computer, Spielkonsole und Smartphone auskommt.

Die Änderungen in Facebooks Datenschutzbestimmungen kommen kurz nachdem die amerikanische Verbraucherschutzbehörde FTC vergangene Woche bekannt gab, die Verschmelzung der verschiedenen Facebook-Plattformen verhindern zu wollen. Laut Wall Street Journal soll mit einer einstweiligen Verfügung die technische Integration der Dienste blockiert werden, um die Marktmacht von Facebook einzudämmen.


Facebook übernahm Oculus im Jahr 2014 für eine Summe von etwa 2,3 Milliarden US-Dollar und machte den Dienstleister zu einem der führenden Unternehmen im Virtual-Reality-Bereich. Erst vor wenigen Tagen gab die Facebook-Tochter bekannt, dass Konkurrent Adobe die populäre Kreativ-App "Oculus Medium" gekauft hatMit der App lassen sich in der virtuellen Welt 3D-Objekte erstellen. ron
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