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Wie Unternehmen und Start-ups voneinander profitieren können

Beim NKF Summit treffen wieder etablierte Firmen auf agile Start-ups
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Beim NKF Summit treffen wieder etablierte Firmen auf agile Start-ups
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Deutsche Unternehmen tun sich noch immer schwer damit, mit Start-ups zusammenzuarbeiten. Dieses Problem spielt auch beim NKF Summit eine zentrale Rolle. Auf dem Event spricht die Gründerin Miriam Mertens, die zuvor bei der Telekom Start-ups förderte, über Best Cases und darüber, wie der Austausch zwischen Start-ups und großen Konzernen sein sollte.
Eng verknüpft mit Start-ups ist das Thema Digitale Transformation: Oft kommt dieser Punkt im Programm des vierten NKF Summits in Berlin zur Sprache. Bekanntlich sind Start-ups häufig agiler, flexibler und digitaler als so mancher große Konzern. Doch es reicht nicht allein, Partnerschaften mit ihnen zu knüpfen, damit ein Unternehmen die digitale Transformation übersteht. Vielmehr müsse es zu einem Umdenken in den Köpfen der Mitarbeiter geben, fordert die Happy-Rebels-Gründerin Miriam Mertens. Die Führungsebene bis hin zu allen anderen Angestellten sollten sich mit der digitalen Welt auseinandersetzen - und schließlich auskennen.


Mertens kennt seit kurzem beide Seiten, denn im Frühjahr/Sommer gründete sie ihr eigenes Unternehmen. Happy Rebels ist eine Community-Plattform inklusive Magazin und Podcast. Zuvor arbeitete sie bei der Telekom, wo sie zuletzt als Vice President Startup Cooperations das Start-up-Progamm Techboost ins Leben rief und mit mehr als 100 Gründern Partnerschaften schloss. Meist waren die Kooperationen im Bereich Vertrieb verortet. Oft wurde ein Start-up-Produkt bei der Telekom integriert.

Doch dabei sollte man es nicht belassen, fordert Mertens. Beide Seiten könnten noch viel mehr voneinander profitieren. So empfiehlt sie jedem Gründer, sich auch einmal bei einem großen Unternehmen zu bewerben. Nur vor Ort könnten sie verstehen, welchen Problemen Konzerne ausgesetzt sind und warum einige ihrer Schritte in die digitale Welt so lange dauern.


„Generell sollten sich weder Start-up-Mitarbeiter, noch große Unternehmen von Vorurteilen oder Ängsten leiten lassen, sondern sich praktisch und konkret austauschen.“
Miriam Mertens, Happy Rebel-Gründerin
Auf der anderen Seite fordert sie die Unternehmen auf, junge Gründer zu fördern und sie aktiv einzustellen. "Die Corporates sollten den Mix an Erfahrung der Start-up-Gründer bei der Mitarbeiterakquise schätzen und aktiv einfordern." Bei der Telekom würde diese Denke bereits gefördert. Mitarbeiter haben hier in einem Programm die Chance, ein eigenes Start-up zu gründen und drei Monate ihre Zeit zu investieren. Nach Ablauf dieses Zeitraums könnten sie prüfen, ob sie weiter daran arbeiten möchten oder zu ihrem normalen Arbeitsalltag zurückkehren. "Generell sollten sich weder Start-up-Mitarbeiter, noch große Unternehmen von Vorurteilen oder Ängsten leiten lassen, sondern sich praktisch und konkret austauschen", wünscht sich Mertens. bre
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