Next Media Hamburg

Vertrauen in Künstliche Intelligenz wächst deutlich

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Die Deutschen haben ihre Berührungsängste gegenüber Künstlicher Intelligenz zu einem großen Teil abgebaut. Das ist die zentrale Erkenntnis einer Studie von Statista und der Standortinitiative Next Media Hamburg. Wie aus dem Papier hervorgeht, können sich heute deutlich mehr Bundesbürger vorstellen, mit einer KI zu kommunizieren. Eine Vermenschlichung der Technologie wird allerdings weitestgehend abgelehnt.
"Ich kann mir vorstellen, mit Künstlicher Intelligenz zu kommunizieren". Dieser Aussage stimmen laut der Studie 83 Prozent der Bundesbürger zu. Zum Vergleich: Noch vor einem Jahr lag dieser Wert bei gerade einmal 58 Prozent. Gemeint mit der Aussage sind etwa Konversationen via Chatbot oder Sprachprogrammen am Telefon. Offenbar haben die Deutschen mittlerweile ein deutlich größeres Vertrauen in diese Technologie als noch vor einigen Monaten.


Wenn es um den Konsum von Medien geht, die von einer KI automatisch generiert wurden, dann kommt für die Deutschen vor allem der Wetterbericht infrage. Sechs von zehn Bundesbürgern würden einen von einer KI erstellten Wetterbericht lesen wollen. Jeder Zweite sagt das auch über Verkehrsnachrichten. Skeptischer sind die Befragten dagegen bei politischen Berichten, die automatisch erstellt wurden. Nur 13 Prozent würden derartige Nachrichten konsumieren wollen.

Die meisten Befragten wünschen sich zudem, dass Inhalte, die von einer KI erzeugt wurden, auch entsprechend gekennzeichnet werden. Denn: Die meisten Deutschen sind gar nicht in der Lage, zu unterscheiden, ob ein Text von einer KI oder einem Menschen erzeugt wurde. In der Studie wurden die Befragten vor die Probe gestellt - und siehe da: Nur 39 Prozent haben den KI-Text im Test identifizieren können.


Die Ergebnisse der Studie sind laut Statista und Next Media Hamburg repräsentativ für die deutschen Internetnutzer. Durchgeführt wurde sie zwischen dem 25. Juni und 30. Juni 2019, befragt wurden 1.000 Personen, die zu 50,4 Prozent männlich und zu 49,6 Prozent weiblich sind. ron
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