Musikstreaming

Spotify und Snapchat rücken enger zusammen

Spotify und Snapchat verbünden sich
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Spotify und Snapchat verbünden sich
Wenn Streaming auf Social Media trifft: Spotify und Snapchat haben eine Partnerschaft verkündet, die beide Apps deutlich enger zusammenrücken lässt. Nutzer sollen mit der neuen Verknüpfung künftig bequemer zwischen den beiden Anwendungen hin- und herwechseln können. Für Spotify macht die Kooperation Sinn: Der Streamingdienst will selbst zu einer Art sozialem Netzwerk werden.
Nutzer, die beide Apps, sowohl Spotify als auch Snapchat, auf ihrem Smartphone installiert haben, können künftig ihre Lieblings-Podcasts oder -Musiktitel mit ihren Freunden auf Snapchat teilen oder direkt in ihre Snapchat-Story hochladen. Das hat der Musikstreamingdienst mitgeteilt. An der Stelle in der Spotify-App, an der sich die Inhalte schon seit längerem über Facebook, Twitter und Youtube teilen lassen, taucht nun auch das Snapchat-Logo auf.


Auch umgekehrt soll der Sprung von der einen zur anderen App bequemer werden: Nutzer, die einen Snap mit eingebautem Spotify-Inhalt zugesendet bekommen, sollen künftig mit nur zwei Klicks in die Spotify-App gelangen, wo der entsprechende Podcast oder Musiktitel direkt abgespielt werden kann. Wann genau diese App-Vernetzung für alle Nutzer ausgerollt wird, das will der Musikstreamingdienst noch nicht mitteilen. Nur so viel: Sie wird sowohl für Android- als auch für iOS-Geräte verfügbar sein.

Spotify sucht bereits seit geraumer Zeit die Nähe zu sozialen Netzwerken - und versucht sogar ein Stück weit, selbst eines zu werden. Im Frühjahr wurde bekannt, dass das schwedische Unternehmen ein neues Feature namens Storyline testet. Damit sollen Künstler die Geschichten hinter ihren Songs in einer aus mehreren Elementen bestehenden Story erzählen - ähnlich wie das auf Snapchat, Instagram, Facebook und Whatsapp schon länger möglich ist.


Storyline knüpft an Spotifys "Behind the lyrics"-Anmerkungen an, die seit 2016 in der App enthalten sind und Hintergrundinformationen zum gerade abgespielten Musiktitel liefern. Allerdings liefert diese Hintergrundinformationen der Drittanbieter Genius, mit dem Spotify zusammenarbeitet. Im Storyful-Feature würden die Künstler selbst ihre Inhalte hochladen. ron

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