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Firefox schirmt Nutzer stärker von Werbe-Trackern ab

Mozillas Firefox-Browser ist weltweit die Nummer 2 hinter Chrome
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Mozillas Firefox-Browser ist weltweit die Nummer 2 hinter Chrome
Die Entwickler des Web-Browsers Firefox schirmen die Nutzer künftig standardmäßig stärker vor Werbe-Trackern ab, die Informationen über ihr Online-Verhalten sammeln. Sogenannte Cookies von Drittanbietern, die auf Websites oft im Hintergrund heruntergeladen werden, werden dabei in jeweils eigenen "Containern" isoliert, aus denen heraus sie keine Daten übermitteln können, wie Mozilla mitteilt.
Für die Nutzer sollen dabei keine negativen Folgen entstehen, heißt es. Welche Tracker auf diese Weise blockiert werden, bestimmt Mozilla anhand einer Liste, die kontinuierlich gepflegt werden soll. Damit geht der Firefox-Anbieter nicht ganz so weit wie Apple, wo beim Webbrowser Safari praktisch alle Tracker von Drittanbietern zunächst einmal grundsätzlich blockiert werden.


Mozilla hatte diesen Schritt bereits Anfang des Jahres angekündigt. Der Konzern schreibt sich seit geraumer Zeit auf die Fahnen, die Privatssphäre der Nutzer besser zu schützen - ohne, dass diese selbst aktiv werden müssen. Seit mehr als drei Jahren arbeitet der Konzern mit Sitz in San Francisco an einer Technik, die das Verfolgen von Nutzern durch verschiedene Anbieter im Web verhindern soll. Der private Modus in Firefox, der die komplette Werbeeinblendung blockiert, ist Medien, Werbungtreibenden und Vermarktern ohnehin schon lange ein Dorn im Auge.

Mozilla will zudem bei den Nutzern mit erweiterter Funktionalität punkten und bringt zum Beispiel den hauseigenen Passwort-Tresor unter dem neuen Namen Lockwise (bisher: Lockbox) auch auf Desktop-Computer. Insgesamt sollen mehr Dienste des Anbieters unter dem Markennamen Firefox gebündelt werden, um ihre Erkennbarkeit zu steigern. Firefox hat in den vergangenen Jahren zwar Marktanteile verloren, gehört aber hinter Google Chrome noch immer zu den am häufigsten genutzten Browsern weltweit.


Chrome ist mit einem Marktanteil von 70 Prozent mit Abstand der weltweit meistgenutzte Browser, auch dank der vielen Smartphones mit dem Google-System Android. Dahinter folgt Firefox mit einem Marktanteil von knapp zehn Prozent. Der einstige Branchenprimus Internet Explorer (5 Prozent), der Apple-Browser Safari (6 Prozent) sowie Microsofts Edge (5 Prozent) und Opera (2 Prozent) spielen hingegen nur eine untergeordnete Rolle. ron (mit dpa-Material)
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