Mobile Banking

Die meisten Deutschen checken mit den Apps lediglich ihren Kontostand

Bei der Generation Z geht ohne Smartphone gar nichts
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Bei der Generation Z geht ohne Smartphone gar nichts
Mobile Banking erfreut sich immer größerer Beliebtheit - vor allem bei den Jüngeren. Allerdings werden die digitalen Angebote von Deutsche Bank, Commerzbank und Co kaum als vollwertige Bankfiliale für die Hosentasche wahrgenommen, zeigt eine aktuelle Studie des Branchenverbands Bitkom. Die meisten Deutschen checken mit den Apps lediglich, ob ihr Gehalt angekommen ist.

Wer Online-Banking auf Smartphone oder Tablet nutzt, verschafft sich dort vor allem einen Überblick über seinen Kontostand, so das Resüme der Studienmacher. 95 Prozent der befragten Deutschen geben demnach an, Mobile Banking vor allem deshalb zu benutzen, um ihren Kontostand zu prüfen. Zwei Drittel (69 Prozent) lassen sich auf das Mobilgerät Benachrichtigungen schicken, wenn etwa das Gehalt auf dem Konto eingegangen ist oder sie ihr Konto überzogen haben und Dispo-Zinsen fällig werden.

Nur eine Minderheit nutzt Mobilgeräte, um Geld zu überweisen, Wertpapiere zu kaufen oder gar einen Kredit zu beantragen. Nur rund jeder Dritte führt Überweisungen mit Smartphone oder Tablet durch, richtet Daueraufträge ein oder verändert sie. "
Heute wird das Smartphone vor allem dazu genutzt, mal schnell den Kontostand zu checken", kommentiert Bitkom-Finanzexperte Julian Grigo.

Dennoch glaubt Grigo an eine glorreiche Zukunft dieser digitalen Dienstleistungen. "Morgen wird das Smartphone eine vollwertige, rund um die Uhr erreichbare Bankfiliale in der Hosentasche sein", so der Bitkom-Experte. Dafür spricht, dass führende Tech-Konzerne wie Google und Apple aber auch die Sparkassen in den vergangenen Wochen mobile Bezahldienste für den deutschen Markt angekündigt beziehungsweise eingeführt haben.

Insgesamt nutzen aktuell drei von fünf Bundesbürgern Online-Banking. Von denjenigen, die dafür ein Smartphone oder ein Tablet einsetzen, greifen die meisten auf die dazugehörige App ihrer Bank zurück. Nur eine Minderheit von 7 Prozent nutzt kostenpflichtige Apps von Drittanbietern, die meistens die Konten verschiedener Banken verwalten können. Immerhin zwei von fünf Mobile-Bankern geben an, dass sie gar keine App benutzen, sondern die mobile Website ihrer Bank. ron




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