Mit JvM, DDB & Co

Snapchat startet deutsches Partnerprogramm für Augmented Reality

DACH-Chefin Marianne Bullwinkel im Hamburger Snap-Büro
© Olaf Ballnus / HORIZONT
DACH-Chefin Marianne Bullwinkel im Hamburger Snap-Büro
Augmented Reality (AR) ist ein zentraler Bestandteil der Snapchat-App - jeder dritte Nutzer spielt täglich mit der Technologie. Um Marken für ihre Werbekampagnen in der App an Augmented Reality heranzuführen und die ersten Schritte zu erleichtern, hatte das soziale Netzwerk einst ein Partnerprogramm mit ausgewiesenen Experten ins Leben gerufen. Dieses Programm kommt jetzt auch nach Deutschland. Snapchat holt sich dafür sieben deutsche Agenturen mit ins Boot.

Nach der Einführung in den USA, Großbritannien, Frankreich, Australien und der MENA-Region hat Snapchat heute den Start seines Lens Creative Partner Programms für Deutschland angekündigt. Bei dem Programm handelt es sich um eine spezielle Schulungs- und Zertifizierungsoffensive des Mutterkonzerns Snap für Kreative rund um das Thema Augmented Reality. Beim ersten Workshop qualifizierten sich sieben Agenturpartner: Jung von Matt, TLGG, DDB, PUK, Demodern, [m]Studio und Headraft.



Ziel des Programms ist, Werbungtreibenden einen einfachen Zugang zu erfahrenen AR-Designern zu ermöglichen, unabhängig von Budget, Marke oder regionalem Standort. Sie sollen den Marken bei ihren AR-Kampagnen auf Snapchat behilflich sein. Die deutschen Partneragenturen haben für die Zertifizierung Workshops zum AR-Entwicklungsprozess, kreativen Best Practices, Anzeigenrichtlinien und Kaufmodellen für gesponserte AR-Lenses auf Snapchat durchlaufen. Das Programm zertifiziert aber auch Entwickler und Kreative kleinerer Agenturen bis hin zu talentierten Einzelpersonen.

"Augmented Reality wird heute schon intensiv genutzt - durchschnittlich drei Minuten am Tag von weltweit 70 Millionen Menschen", sagt Marianne Bullwinkel, die für Snap die DACH-Region verantwortet und sich von dem Partnerprogramm einen Anstieg von AR-Kampagnen auf der Plattform verspricht. "Dies ist eine riesige Chance für Werbetreibende und wir wollen es einfacher machen, diese Chance zu nutzen." Laut Bullwinkel sollen in den nächsten Monaten weitere Partner zertifiziert werden.


Augmented Reality spielt für Snapchat eine wichtige Rolle. Nicht nur für die Nutzer, von denen weltweit jeder dritte im Schnitt drei Minuten mit den Tools verbringt. Sondern auch für Werbungtreibende, die AR für ihre Anzeigen nutzen. So wie beispielsweise BMW, dessen Snapchat-Kampagne für den X2 (entwickelt von Jung von Matt) mehrfach ausgezeichnet wurde. Oder der Sportartikler Adidas, der kurz vor dem Auftaktspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der WM in Russland die Snapchat-Nutzer in die virtuelle Umkleidekabine zu Mesut Özil und Thomas Müller schickte.
Laut Snapchat sollen sich AR-Kampagnen für Marken lohnen: Das Unternehmen verweist auf Studien, die belegen würden, dass Werbekampagnen mit AR-Lenses im Durchschnitt einen Anstieg der Werbebekanntheit um 19 Prozent, eine Steigerung der Kaufabsicht um 15 Prozent (gemessen durch Nielsen In-App-Polling) und eine Umsatzsteigerung um 9 Prozent (gemessen durch Nielsen Catalina) bewirken.

Was die Entwicklung der Nutzerzahlen angeht, konnte sich Snapchat zuletzt wieder fangen. Die Foto-App hatte ihren Nutzerschwund nach zwei Quartalen gestoppt. In den drei Monaten bis Ende Dezember kamen täglich 186 Millionen Nutzer - damit blieb die Zahl unverändert im Vergleich zum vorherigen Vierteljahr. Auch gelang es Snap besser, die Nutzerzahlen in Werbeerlöse umzumünzen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um mehr als ein Drittel auf 389,8 Millionen Dollar. ron

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