Medienbericht

Apple bringt offenbar das iPhone X zurück

Das iPhone X entwickelte sich zum Kassenschlager für Apple
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Das iPhone X entwickelte sich zum Kassenschlager für Apple
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In den vergangenen Tagen und Wochen mehrten sich die Hinweise darauf, dass die neuen iPhone-Modelle weniger populär sind als von Apple erwartet. Daraufhin hatte der Tech-Konzern offenbar die Produktionsaufträge sowohl für die beiden Top-Modelle iPhone XS und XS Max sowie auch für das etwas günstigere iPhone XR gesenkt. Doch die Not scheint noch größer zu sein. Einem Medienbericht zufolge will Apple nun ein altes Erfolgsmodells wiederbeleben.
Wie das "Wall Street Journal" berichtet, will Apple die Produktion des bereits eingestellten iPhone X wieder aufnehmen. Das Jubiläumsmodell, das im Herbst 2017 auf den Markt kam, hatte sich nach der Präsentation zu einem echten Kassenschlager entwickelt. Weil die neuen Geräte XS und XS Max dies allerdings keineswegs von sich behaupten können, und Apple laut dem Bericht die mit dem Hersteller Samsung vertraglich vereinbarten Abnahmemengen für OLED-Displays nicht erfüllen kann, muss nun das alte Gerät wieder herhalten.


Apple hatte den Verkauf des iPhone X im Handel eingestellt, als im September dieses Jahres die Nachfolgermodelle eingeführt wurden. Die Wiederbelebung der Produktion hatte der Konzern mit Sitz im kalifornischen Cupertino schon einmal beim 6-er Modell vollzogen. Damals kam das Gerät noch einmal in mehreren asiatischen Ländern auf den Markt, wurde allerdings nur über einige Mobilfunkanbieter vermarktet.

Apple machte zwar nie Angaben zum Verkauf einzelner Modelle - aber die Entwicklung beim durchschnittlichen iPhone-Preis gab einen Hinweis auf die Nachfrage nach meist teureren neuen Geräten. Im diesjährigen Weihnachtsgeschäft wird es aber anders laufen: Apple wird sich nicht mehr zu den Absatzzahlen äußern, sondern nur Angaben zum Umsatz machen. Damit wird man - ähnlich wie bei Rivalen wie Samsung - auf Schätzungen von Experten angewiesen sein. Im vergangenen Quartal waren die iPhone-Verkäufe im Jahresvergleich kaum gewachsen. Apple setzte rund 46,9 Millionen iPhones ab - das waren nur gut 200.000 mehr als im Vorjahresquartal. Die Erlöse des iPhone-Geschäfts sprangen aber um 29 Prozent auf rund 37,2 Milliarden Dollar hoch. Das liegt daran, dass im vergangenen Jahr das neue iPhone X erst im November auf den Markt kam - und jetzt schon seit September das Nachfolgemodell XS und die größere und teurere Version XS Max verkauft wurden. Der durchschnittliche Preis eines verkauften iPhones stieg auf 793 Dollar von 618 Dollar vor einem Jahr. ron
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