Magic Leap

Das von Springer finanzierte AR-Start-up plant Milliarden-Exit

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Magic Leap ist für seine Augmented-Reality-Technologie bekannt
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Magic Leap ist für seine Augmented-Reality-Technologie bekannt
Das Augmented-Reality-Start-up Magic Leap gehört zu den schillerndsten Jungunternehmen in der Technologiebranche. Mehr als zwei Milliarden US-Dollar hat das Start-up mittlerweile für den Bau einer sogenannten Mixed-Reality-Brille eingesammelt - und unter anderem Axel Springer als Investoren ins Boot geholt. Nun plant Magic Leap offenbar einen milliardenschweren Verkauf. Erste Interessenten haben sich bereits erkundigt.
Wie Bloomberg berichtet, interessieren sich die Gründer von Magic Leap für einen Verkauf oder einen Teilverkauf des Unternehmens und haben nun ein Beratungsunternehmen engagiert, das sich nach möglichen Käufern umsehen soll. Dem Medienbericht zufolge seien bereits erste Verkaufsgespräche mit Facebook und dem weltweit tätigen amerikanischen Pharmazie- und Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson geführt worden.


Bei Magic Leap handelt es sich um ein im Jahr 2011 gegründetes Start-up aus Florida, das eine Virtual-Reality-Brille herstellt, die digitale Objekte nahezu bruchlos in die reale Welt integriert. Die Technologie dahinter nennt sich Mixed Reality und wird auch für Werbungtreibende immer interessanter. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: So ist es etwa denkbar, ganze Einkaufskataloge in die erweiterte Realität zu projizieren und so den E-Commerce zu revolutionieren.
Die Idee hatte bei zahlreichen Investoren Eindruck hinterlassen. Neben den Tech-Konzernen Google und Alibaba sowie J.P. Morgan gehört auch Axel Springer zu den Unternehmen, die sich an Magic Leap beteiligt haben. Die Berliner haben mit Axel Springer Digital Ventures in Magic Leap investiert - der genaue Betrag wurde damals nicht mitgeteilt. Springer verspricht sich neue Optionen bei der Darstellung journalistischer Inhalte oder von Rubrikenangeboten.

Laut Bloomberg berichten Insider, dass ein Verkauf dem Start-up mehr als zehn Milliarden US-Dollar einbringen könnte. Das ambitionierte Unternehmen stand zuletzt aber auch häufig in der Kritik: Offenbar verfehlte Magic Leap das intern gesteckte Verkaufsziel für die AR-Brille Magic Leap One deutlich, Dutzende Stellen wurden abgebaut. Außerdem haben mit Finanzchef Scott Henry und Kreativstratege John Gaeta zwei Führungskräfte das Unternehmen verlassen. ron
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