Macromedia-Studie

KI und Blockchain spielen in der Marketingbranche noch keine große Rolle

KI spielt im Arbeitsalltag von Kommunikationsmanagern noch keine große Rolle
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KI spielt im Arbeitsalltag von Kommunikationsmanagern noch keine große Rolle
Künstliche Intelligenz, Blockchain, Mixed Reality: In der Marketingbranche vergeht gefühlt kaum ein Tag, an dem nicht über diese Buzzwörter und deren Nutzen diskutiert wird. Nur: Im Arbeitsalltag der Kommunikationsmanager spielen diese Zukunftstechnologien kaum eine Rolle. Tatsächlich nutzt sie nur eine kleine Minderheit, wie eine internationale Untersuchung der Marcomedia Hochschule in Kooperation mit der PR-Agentur Cocodibu zeigt.

Derzeit sind nur knapp 15 Prozent der Befragten Kommunikationsmanager in die Entwicklung von KI-Anwendungen in ihrem Unternehmen involviert. Bei Blockchain-Projekten sind es lediglich fünf Prozent, die sich mit konkreten Anwendungsszenarien auseinandersetzen. Für die Untersuchung wurden Ende 2018 insgesamt 155 internationale Kommunikationsexperten befragt, darunter Vertreter aus den Bereichen Unternehmenskommunikation, Marketing und General Management.



Die befragten Kommunikationsexperten glauben allerdings, dass sich das Blatt spätestens im Jahr 2025 gewendet hat. Dann nämlich sollen die Zukunftstechnologien diesen Namen nicht mehr verdient haben, sondern fest im Alltag der Experten angekommen sein. So glauben 23 Prozent, dass Künstliche Intelligenz in Form von Sprachassistenten in sechs Jahren den Durchbruch erreicht haben wird. Weitere Einsatzgebiete für KI sehen sie vor allem in den Bereichen Kommunikationsstrategie, Kreation sowie bei der Art und Weise, wie Unternehmen mit Stakeholdern kommunizieren.

Bei der Blockchain sind die Fachleute allerdings skeptischer. Sie wird in Form von Smart Contracts (Verträge in Form von Computerprotokollen) erst im Jahr 2030 zum Repertoire der meisten Unternehmen gehören, glauben 29 Prozent der Befragten. Im Gegensatz zur KI werden das Internet der Dinge und die Blockchain auch am wenigsten Einfluss auf die Kommunikation ausüben. Augmented und Virtual Reality werden dagegen besonders für die Content-Produktion (48 Prozent) und Human-Machine-Interactions für die Marketingorganisation innerhalb des Unternehmens (42 Prozent) eine zentrale Rolle einnehmen.


Agenturen und Marketingabteilungen könnten nur dann in Zukunft erfolgreich sein, "wenn sie es schaffen, ihre Technologiekompetenzen in wenigen Jahren an die neuen Anforderungen anzupassen", sagt Florian Haumer, Co-Autor der Macromedia-Studie. Cocodibi-Geschäftsführer Stefan Krüger ergänzt: "Klar scheint nur, dass in den Kommunikationsabteilungen und den Dienstleistern das Verhältnis Mensch/Maschine neu ausgelotet wird und dass sich Berufsbilder, Anforderungsprofile und Prozesse radikal verändern." ron

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