Lang ersehnte Funktion

Instagram macht Beiträge planbar und kündigt weitere Neuerung an

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Bei Instagram können Creator ab sofort Beiträge bis zu 75 Tage in der Zukunft vorausplanen
© IMAGO / photothek
Bei Instagram können Creator ab sofort Beiträge bis zu 75 Tage in der Zukunft vorausplanen
Scheduled Posts - "ein Feature, zu dem wir es wirklich schon vor langer Zeit hätten bringen sollen", gesteht Instagram-Chef Adam Mosseri ein. Auf seinem Account wandte er sich am Mittwochnachmittag per Video an seine Follower und verkündete, dass Posts künftig direkt in der App vorausgeplant werden können. Bislang war das, zum Leid der Creator, nur durch Umwege wie externe Planungs-Tools möglich. Eine weitere Neuerung bei Instagram betrifft die Unternehmenswebsite.

Instagram scheint sich bei Creators wieder beliebter machen zu wollen. Viele von ihnen hatten sich in den vergangenen Monaten über den undurchsichtigen Algorithmus der Plattform beschwert und sahen sich gezwungen, statt der früher üblichen Feed-Posts nun hauptsächlich Reels zu erstellen. Anders bekäme man gar keine Reichweite mehr, wie viele von ihnen frustriert feststellten. Eine Entwicklung, die durch den anhaltenden Siegeszug von TikTok befeuert wird.


Was Instagram-CEO Adam Mosseri nun angekündigt hat, dürfte die Creator allerdings freuen. Denn bisher ließen sich Posts und Reels nicht innerhalb der App für einen späteren Zeitpunkt anlegen, sondern nur mithilfe von KI-Tools wie Hootsuite, Facelift oder dem Facebook Creator Studio.
Bei Instagram können Creator ab sofort Beiträge bis zu 75 Tage in der Zukunft vorausplanen
© Screenshot Instagram / @mosseri
Bei Instagram können Creator ab sofort Beiträge bis zu 75 Tage in der Zukunft vorausplanen
Nun geht die langersehnte Funktion Scheduled Posts an den Start, die zuvor mehrere Monaten von ausgewählten Creators getestet wurde. Dadurch können Beiträge bis zu 75 Tage im Voraus bei Instagram geplant werden, was sowohl Influencern als auch Social-Media-Managern von Unternehmen einen konzeptionellen Vorteil bietet. Nutzbar ist das neue Feature zunächst nur für Business-Accounts. Ob auch private Konten die Funktion künftig werden nutzen können, ist bislang noch offen. Vorausplanen lässt sich ein Beitrag unter dem Menüpunkt "Erweiterte Einstellungen".

Von der zweiten Neuerung, die Mosseri in seinem Video bekanntgab, dürften viele User eher überrascht sein. Denn interessanterweise will Instagram jetzt eine bessere Desktop-Nutzung der App gewährleisten und hat zu diesem Zweck die Unternehmens-Website entsprechend überarbeite. Diese sei nun "sauberer, schneller, einfacher zu bedienen" und ermögliche zudem eine bessere Art des Multitasking im Internet, wie der Instagram-CEO sagt. Diese Entwicklung passt zwar nicht zum Mobile-First-Ansatz des Unternehmens, könnte aber ein weiterer Versuch sein, einen Mehrwert gegenüber anderen Social-Media-Apps zu bieten. hmb

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