Kampf gegen Belästigung

Mit dieser Funktion will Instagram Hass-Kommentare eindämmen

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Mit der Limitieren-Funktion lassen sich unangebrachte Nachrichten und Kommentare ausblenden
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Mit der Limitieren-Funktion lassen sich unangebrachte Nachrichten und Kommentare ausblenden
Trotz aller Bekundungen von Social-Media-Plattformen, sich für Vielfalt, Toleranz und einen friedlichen Umgang der Communities untereinander einzusetzen, bleibt Hass im Netz ein großes Problem. Je größer die Reichweite, desto häufiger sehen sich Influencer und andere Personen des öffentlichen Lebens online auch mit Neid und Anfeindungen konfrontiert. Um seine Nutzer besser vor missbräuchlichen Interaktionen in der eigenen App zu schützen, führt Instagram jetzt ein neues Feature ein.
Durch die Limitieren-Funktion können Kommentare und Nachrichtenanfragen von Personen automatisch ausgeblendet werden, die einem entweder gar nicht oder erst seit Kurzem folgen. Der Grund dafür dürfte sein, dass Online Hate meist eher spontan erfolgt, beispielsweise wenn der Post eines Influencers jemandem angezeigt wird, der den Creator nicht kennt und dem der Inhalt aus irgendeinem Grund missfällt. Dann hagelt es schnell Kritik, höhnische Kommentare oder Beleidigungen bis hin zu Anfeindungen, oft auch über Fake-Profile, so dass die Angreifer unerkannt bleiben. Innerhalb ihrer eigenen Online-Bubble wiederum würden wohl nur wenige User sich derart negativ äußern, so die Theorie.

Nutzer, die die Limitieren-Funktion aktivieren, können sich dadurch also gezielt dem virtuellen Kontakt mit bestimmten Personen entziehen und dennoch weiterhin mit ihrer langjährigen Community interagieren. Sie erhalten somit mehr Kontrolle über Interaktionen als bislang und können individuell entscheiden, ob sie sich Nachrichten oder Kommentare eines verborgenen Accounts vereinzelt doch anzeigen lassen wollen. Auch wie lange die Konten von Usern eingeschränkt werden sollen, die einem nicht oder erst kurz folgen, lässt sich in den Einstellungen unter dem Menüpunkt "Privatsphäre" festlegen. Instagram rollt die neue Funktion ab heute global aus. Die Plattform macht damit einen weiteren Schritt dahingehend, ihrer Community mehr Macht über das eigene Nutzererlebnis zu gewähren. Die Maßnahme ähnelt der im Mai eingeführten Option, Likes selbstbestimmt ein- oder auszublendenhmb
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