Jelbi

Mit dieser neuen App will die BVG den Berliner Verkehr entlasten

Jelbi steht den Berlinern ab Sommer zur Verfügung
© Trafi
Jelbi steht den Berlinern ab Sommer zur Verfügung
Die BVG will die Berliner dabei unterstützen, einfacher von A nach B zu kommen - und zwar unabhängig von den eigenen Bussen und Bahnen. Gemeinsam mit dem Technologie-Anbieter Trafi launcht das Unternehmen daher im Sommer die neue App Jelbi, in der viele verschiedene Mobilitätsdienste zusammengeführt werden.
Das Programm verspricht, die beste Route basierend auf den persönlichen Präferenzen des jeweiligen Nutzers zu finden. Dafür muss sich dieser mit seinem bestehenden BVG-Account in der App anmelden und seinen Zielort eingeben. Jelbi, hergeleitet von Berlinerisch "Jelb" für "Gelb", stellt dann einen Fahrplan zusammen, bei dem je nach Bedarf diverse Beförderungsmöglichkeiten kombiniert werden: Vom öffentlichen Nahverkehr über Carsharing bis hin zu Leihfahrrädern und dem "Berlkönig", dem kürzlich gelaunchten Ridesharing-Angebot der BVG.


Laut BVG können neben dem klassischen Nahverkehr grundsätzlich alle Anbieter integriert werden, "die moderne Mobilität jenseits des eigenen Autos bieten". Verantwortlich für die Markenpositionierung ist Truffle Bay, die Schwesteragentur The Hamptons Bay hat das Design entwickelt.
Jelbi soll auf diese Weise dazu beitragen, die verschiedenen Angebote bezüglich Fahrtdauer und -kosten vergleichbar zu machen. Zugleich soll der Verkehr entlastet werden. Das hat Berlin auch bitter nötig: Einer bundesweiten Studie des Verkehrsinformations-Anbieters Inrix zufolge ist der Zeitverlust durch Stau in der Hauptstadt am höchsten. Gleichzeitig bekommt die BVG dadurch Zugriff auf wertvolle Daten, um das Mobilitätsverhalten der Menschen besser zu verstehen.

"Vor 90 Jahren bestand die Gründungsidee der BVG darin, einen einfachen Zugang zur Mobilität zu bieten: Ein Ticket für alle verschiedenen Dienstleistungen. Dank neuer Innovationen verwirklichen wir diese Idee nun mit einer Lösung, die für das 21. Jahrhundert geeignet ist", sagt Henrik Haenecke, Vorstand Finanzen, Digitalisierung und Vertrieb der BVG.
Die Benutzeroberfläche der Jelbi-App
© BVG
Die Benutzeroberfläche der Jelbi-App
Für Trafi bedeutet der Start von Jelbi den Einstieg in einen lange als besonders schwierig geltenden Markt. "Wir würden gerne in Berlin so schnell wie möglich starten, aber es ist sehr schwierig, mit dem Verkehrsverbund VBB und dem Nahverkehrsunternehmen BVG über die Möglichkeit des Ticketverkaufs in der App zu verhandeln", sagte Martynas Gudonavicius, Gründer und CEO des litauischen Unternehmens, noch im vergangenen Frühjahr. Im Sommer ist es so weit. "Die Partnerschaft zwischen Trafi und der BVG ist eine Brücke zwischen traditionellen und innovativen Mobilitätslösungen", kommentiert Christof Schminke, Deutschland-Geschäftsführer von Trafi. "In Berlin sind wir jetzt Vorreiter, wie Verkehrsunternehmen und Städte ihr Mobilitätsnetzwerk mit innovativer Technologie betreiben können. Trafi konnte in Rekordzeit eine maßgeschneiderte Anwendung aufbauen. Zusammen mit der BVG sind wir stolz darauf, jetzt einen Service für die Zukunft der Mobilität auf den Markt zu bringen." ire
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