iOS 12

Das sind die wichtigsten Neuerungen im Überblick

Mit iOS 12 lassen sich etwa virtuelle Objekte in der realen Welt verankern
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Mit iOS 12 lassen sich etwa virtuelle Objekte in der realen Welt verankern
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Apple hat die finale Version des neuen Betriebssystems iOS12 für alle Nutzer verfügbar gemacht. Das Update für iPhones und iPads bringt allerhand neue Funktionen mit sich - unter anderem Siri-Kurzbefehle, Augmented-Reality-Anwendungen und eine neue Anwendung namens "Bildschirmzeit", mit der die Besitzer einen Überblick über ihre Smartphone-Nutzung bekommen. Alle iOS12-Neuerungen im Überblick.

Das Gerät wird schneller

Apple hat bei der neuen iOS-Version einen großen Fokus auf die Performance gelegt. Mit dem Update soll die Kamera bis zu 70 Prozent schneller starten, die Tastatur erscheint bis zu 50 Prozent schneller und das Tippen ist responsiver. Selbst wenn im gesamten System viel los ist, so Apple, können Apps bis zu doppelt so schnell gestartet werden wie bisher. Die Leistungssteigerungen werden zurück bis zum 2013 eingeführten iPhone 5S unterstützt.

Neue Augmented-Reality-Erlebnisse

Mit iOS 12 hält auch das AR-Kit 2 Einzug. Das Update von Apples Augmented-Reality-Plattform ermöglicht es Nutzern beispielsweise, AR-Erlebnisse mit anderen Nutzern zu teilen. So können mehrere Personen gleichzeitig etwa das gleiche AR-Game spielen oder an Projekten wie Wohnungsrenovierungen oder Schularbeiten gemeinsam arbeiten. Zum Start sind laut Apple einige Software-Partner mit am Start, unter anderem Adobe mit seiner Creative Cloud.

Animojis und Memojis

Für das iPhone X, iPhone XR, iPhone XS und iPhone XS Max gibt es künftig vier neue Animojis: Geist, Koala, Tiger und T-Rex. Apple hatte dieses Feature, das auf der Gesichtserkennung basiert, vor einem Jahr mit dem iPhone X vorgestellt. Erstmals ist die Technologie mit iOS12 nun auch in der Lage, die Zunge zu erkennen. Die tierischen Avatare können nun also auch die Zunge herausstrecken.

Neu sind auch die sogenannten Memojis: individualisierbare Avatare. Ähnlich wie bei Samsungs AR-Emojis lassen sich mit dieser Funktion Avatare personalisieren und anschließend mit iMessage und anderen Apple-Apps nutzen und mit Bildern versehen.

Mit lustigen Kameraeffekten kann man Fotos und Videos in Nachrichten und FaceTime persönlicher gestalten
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Mit lustigen Kameraeffekten kann man Fotos und Videos in Nachrichten und FaceTime persönlicher gestalten

"Für dich"-Tab in Fotos

Nicht wenige iPhone-Nutzer haben Hunderte, wenn nicht Tausende Bilder in ihrem Foto-Album gespeichert. Da kann man schon mal den Überblick verlieren. iOS12 soll hierbei Abhilfe schaffen, verspricht Apple. In einem neuen "Für dich"-Tab werden künftig beispielsweise die beliebtesten Momente des Nutzers an einem zentralen Ort angezeigt. Außerdem lassen sich Fotoalben nun leichter mit Personen teilen, die auf den Fotos zu erkennen sind. Darüber hinaus lassen sich künftig bei der Suche mehrere Suchbegriffe miteinander kombinieren, um gesuchte Bilder rascher zu finden.

Bildschirmzeit

Ist die Zeit, die User in Apps verbringen gut verbracht oder verschwendet? Diese Frage ist in den vergangenen Monaten zu einer zentralen Debatte in der Tech-Branche avanciert - und veranlasste unter anderem Facebook und Instagram zur Einführung entsprechender "Time well spent"-Funktionen, mit denen User ihre Nutzungsdauer besser im Blick haben sollen. Mit dem Update auf iOS12 zieht Apple nun nach.

Apple führt nun das Tool "Bildschirmzeit" ein, mit dem Nutzer künftig 
die Zeit, die sie mit ihren iOS-Geräten verbringen, besser überblicken können. "Bildschirmzeit" zeigt beispielsweise auf, wie viele Minuten in den verschiedenen Apps verbracht, wie viele Benachrichtigungen empfangen und wie oft das iPhone oder iPad zur Hand genommen wurde. Eltern können mit dem Tool darüber hinaus für ihre Kinder Zeitlimits einplanen, in denen die Verwendung des iOS-Geräts eines Kindes eingeschränkt werden kann, etwa während der Schlafenszeit.
Apple zeigt Nutzern künftig, wie viel zeit sie mit bestimmten Anwendungen verbringen
© Apple
Apple zeigt Nutzern künftig, wie viel zeit sie mit bestimmten Anwendungen verbringen

Siri-Kurzbefehle

Mit der Einführung von Kurzbefehlen für Siri öffnet Apple seine Sprachassistentin ein Stück weit für Drittanbieter. Nutzer können mit der neuen "Kurzbefehle"-App, die nun im App Store verfügbar ist, bestimmte Aktionen direkt per Sprachbefehl aufrufen. So lassen sich beispielsweise auf die Siri-Anfrage "Guten Morgen" per HomeKit die Jalousie hochfahren und das Licht anschalten. Anderes Beispiel: Sagt der Nutzer etwa "Reisepläne", öffnet die App Kayak die aktuellen Reiseinformationen. ron



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