InnoGames-Chef Hendrik Klindworth

"Geeignete Talente zu finden ist die größte Herausforderung"

Hendrik Klindworth, Geschäftsführer von InnoGames
© InnoGames
Hendrik Klindworth, Geschäftsführer von InnoGames
Schlechte Netz-Abdeckung, wenig Risikokapital, geringe KI-Investitionen: An Studien über die Defizite des deutschen Digitalstandorts mangelt es nicht. Hendrik Klindworth, Geschäftsführer des Hamburger Spieleentwicklers InnoGames, warnt im Interview mit HORIZONT Online: "Bei schnellem Internet hinken wir im internationalen Vergleich meilenweit hinterher." Die deutsche Gamingbranche habe nicht nur aus diesem Grund Schwierigkeiten, internationale Digital-Talente anzulocken.

Das 2007 gegründete Unternehmen InnoGames entwickelt Spiele für mobile Geräte - eines der bekanntesten ist "Forge of Empires" - und setzt dabei sehr stark auf die sogenannten In-App-Käufe der Nutzer. 2017 hat InnoGames einen Umsatz von 162 Millionen Euro ausgewiesen. Das ist im internationalen Vergleich aber sehr wenig. Die Top-Spieleentwickler wie Epic Games in den USA erwirtschaften Milliarden. "Naja, jedes Unternehmen hat natürlich seinen eigenen Fokus", begründet Klindworth den Größenunterschied.

Herr Klindworth, die deutsche Gaming-Branche spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Digitalstandorts Deutschland. Zu hören ist zuletzt aber nur von Defiziten: Schlechte Internetabdeckung, wenig Risikokapital für Start-ups, bei KI verlieren wir den Anschluss an USA und China. Wie schlimm ist es wirklich bestellt um den Digitalstandort Deutschland? Die Probleme, die Sie gerade genannt haben, gibt es definitiv. Für die Gamingbranche ist vor allem die unzureichende LTE-Abdeckung ein großes Thema. Das kann so nicht weitergehen. Wir sind darauf angewiesen, dass unsere Nutzer Zugang zu schnellem Internet haben. Was das angeht, hinken wir im internationalen Vergleich aber leider noch meilenweit hinterher. Ein anderes Thema ist KI: Es gibt hierzulande zwar gewisse Anstrengungen, aber im Vergleich zu den USA und China reicht das noch lange nicht aus.

Ist das Thema KI überhaupt relevant für die Gamingbranche? Absolut.

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