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Smartspeaker noch längst nicht im Alltag angekommen

Seid ihr mal an der Supermarkt-Kasse gefragt worden, wie viele Artikel in eurem Einkaufswagen liegen? Nein? Wir auch nicht. Und weil das wahrscheinlich bei den meisten Verbrauchern so ist, will Apple-Chef Tim Cook künftig auch nicht mehr verraten, wie viele iPhones, iPads und Macs der Konzern so unter die Leute bringt. Eine Argumentation, die - nun ja - etwas schwachbrüstig daherkommt, wie wir finden. Über dieses und weitere Themen berichten wir in unseren Tech-News der Woche!
Der Echo-Lautsprecher von Amazon ist einer von vielen Smartspeakern
© Amazon
Der Echo-Lautsprecher von Amazon ist einer von vielen Smartspeakern
Die gesamte Fachwelt redet über den Medienkanal Voice mit Smartspeakern und Podcasts – doch im Alltag sind diese Themen noch nicht einmal halb angekommen. Zwar glauben 82 Prozent aller Smartphone-Nutzer zu wissen, was smarte Lautsprecher samt Sprachassistenten sind, aber nur 15 Prozent nutzen sie. Die Hälfte lehnt den Gebrauch von Smartspeakern für sich sogar generell ab. Dies ergibt eine Studie des Gruner + Jahr-Vermarkters G+J EMS zur mobilen Internetnutzung. Selbst innerhalb der Minderheit der (möglichen) Nutzer überwiegen noch die Skepsis, dass die Smartspeaker „technisch noch nicht ganz ausgereift“ seien (63 Prozent Zustimmung) und das Gefühl, diese seien „unheimlich, da sie Gespräche in meiner Wohnung mithören“ (53 Prozent).  Apple hat die Börse mit seiner Umsatzprognose für das wichtige Weihnachtsgeschäft enttäuscht - und wird künftig keine Absatzzahlen mehr zu seinen Geräten veröffentlichen. Die Zahl binnen drei Monaten verkaufter iPhones, iPads und Mac-Computer sei kein guter Gradmesser für den Erfolg des Apple-Geschäfts, begründete Finanzchef Luca Maestri den Schritt. Konzernchef Tim Cook griff zu einem Alltagsbeispiel: An der Supermarkt-Kasse werde man auch nicht gefragt, wie viele Artikel im Einkaufswagen liegen. Die neue Firmenzentrale des Hotelvergleichsportals Trivago in Düsseldorf zeugt von Selbstbewusstsein. Rund 30.000 Quadratmeter groß, kann das nierenförmige weiße Gebäude des Trivago Campus am schicken Düsseldorfer Medienhafen rund 1900 Mitarbeitern Platz bieten. Es lockt mit einer mehr als 300 Meter langen Jogging-Strecke auf dem Dach, mit einem firmeneigenen Fitnessstudio, einem Kino, Kicker- und Billardräumen und zahllosen anderen Angeboten, wie sie in florierenden, um die besten Talente werbenden Internet-Unternehmen nicht selten sind. In keinem westeuropäischen Land bezahlen so wenige Menschen an der Kasse mit dem Smartphone wie in Deutschland. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung von E-Marketer hervor. Damit stehe Deutschland auf einer Stufe mit diversen Entwicklungsländern - und China ist quasi uneinholbar vorn. Aber es gibt Hoffnung: Der Markteintritt von Google Pay und Apple Pay befeuert das Thema hierzulande. Siri auf dem iPhone, Alexa im Echo-Lautsprecher und Cortana im Surface-Laptop: Smart-Speaker und Voice-Assistenten auf digitalen Geräten umgeben uns überall, die Nutzung dieser Dienste steigt enorm an. Wie Unternehmen sich für den Gang auf diese Geräte vorbereiten können und wie die Entwicklung von entsprechenden Präsenzen aussehen muss, erklärt Rainer Henze, Stellvertretender Vorsitzender der Fokusgruppe Audio im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) in unserer Gastbeitragsreihe "Nerd Alert".


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