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RTL Deutschland testet digitalen Spotaustausch mit Yospace

Mit Instream-Werbung ist es nicht anders als mit klassischen TV-Spots: Wenn sie den Zuschauer nicht die Bohne interessieren, dann hat das Unternehmen im Zweifel schlecht investiert. RTL will nun die Werbung relevanter machen - mit einer Technologie, mit der Spots in Videostreams personalisiert ausgetauscht werden können. Wie das funktioniert, steht in unseren Tech-News der Woche - neben vielen anderen Themen!
Matthias Dang
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Matthias Dang
Anfang des Jahres übernahm RTL den britischen Werbedienstleister Yospace. Mit dessen Technologie können Werbespots in Videostreams personalisiert ausgetauscht werden. Nun will sich RTL Deutschland diese Möglichkeit zunutze machen: Wie das Unternehmen ankündigt, wird es einen Test zum dynamischen Spotaustausch im Vox-Livestream auf der Video-on-Demand-Plattform TV Now geben. Für Streaming-Anbieter bringt die Technologie, die sogenannte Server-Side Dynamic Ad Insertion (SSDAI), einige Vorteile in Sachen Effizienz und Effektivität mit sich. Normalerweise kommen bei der Befüllung der Werbeblöcke von TV-Streams im Netz zwei Server zum Einsatz: Ein Adserver, mit dem der Kunde in Echtzeit die Werbeinseln nach verschiedenen Targeting-Aspekten wie Geschlecht und Alter befüllt, sowie ein Backend-Server des Stream-Anbieters. Bei SSDAI hingegen kommt nur ein gemeinsam Server zum EinsatzImmer mehr Menschen shoppen über Apps auf dem Smartphone. Wie der Mobile-Measurement-Dienstleister Adjust und das App-Marketing-Unternehmen Liftoff in einer gemeinsamen Studie herausgefunden haben, wird 2019 voraussichtlich zum bislang umsatzstärksten Jahr für Mobile E-Commerce. Beim Thema Programmatic Advertising sind deutsche Marketing- und Mediaentscheider bekanntlich deutlich skeptischer als ihre Kollegen andernorts. Aus Sicht von Boris Sabel verschenken die Unternehmen dadurch reichlich Potenzial. Der Plista-Manager erklärt in seinem Gastbeitrag, welche Chancen im Programmatic Advertising stecken - und warum Mediaentscheider dringend umdenken sollten. Die Unionsfraktion im Bundestag setzt sich für die Einführung eines digitalen Euros ein, um der geplanten digitalen Weltwährung Libra von Facebook nicht alleine das Feld zu überlassen. Die Forderung nach einem E-Euro ist Teil eines umfassenden Eckpunktepapiers zur Blockchain-Technologie, das am Dienstag von der CDU/CSU-Fraktion verabschiedet wurde. "Datenleck", "Datenpanne" und "Datenkrise": Bei diesen Worten spielen sich sofort albtraumhafte Szenarien im Kopf ab. Fakt ist, die DSGVO hat die Anforderungen an Unternehmen in Bezug auf Datensicherheit stark verändert. Wie man DSGVO-konform reagiert, erklären die Experten der  Kommunikationsagentur Laika Berlin und der Kanzlei YW Yeboah & Wiedemann Rechtsanwältinnen.


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