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Dorothee Bär glaubt an den KI-Standort Deutschland

Dorothee Bär auf den Medientagen München
© Medientage München
Dorothee Bär auf den Medientagen München
Technologie-Fans kamen in den vergangenen drei Tagen auf den Medientagen München voll auf ihre Kosten. Staatsministerin Dorothee Bär sprach über KI und der berühmte Inernet-Kritiker Andrew Keen erklärte, wie man die Welt retten könnte. Wir waren vor Ort und haben die Geschichten  für euch aufgeschrieben. Das und mehr in unseren Tech-News der Woche.
Mitte Juli hat die Bundesregierung die Eckpunkte der Strategie Künstliche Intelligenz vorgestellt. Mit anderen Worten: "Bei diesem Thema hat die Regierung Flagge gezeigt", wie es der Journalist Richard Gutjahr formuliert. Bei den Medientagen München fühlte er der Staatsministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär, auf den Zahn. Trotz Gutjahrs Einwänden glaubt sie daran, dass Deutschland noch die Chance auf eine Vorreiterstellung hat, wenn es um KI geht. Was genau die Bundesregierung in Sachen Künstliche Intelligenz vorhat, das darf Dorothee Bär noch nicht verraten. Aber: Die Grundlagenforschung über Künstliche Intelligenz in Deutschland werde schon sehr zufriedenstellend betrieben. Allerdings dürfe es dabei nicht bleiben. Was die Staatsministerin bei KI fordert und warum Deutschland ihrer Meinung nach bei dieser Entwicklung langfristig als Sieger vom Platz gehen wird, das ist hier zu lesen. Große Unternehmen und Start-ups: zwei Welten, die noch nicht so recht zueinandergefunden haben. "Wenn es um die Zusammenarbeit mit Start-ups geht, wissen große Unternehmen noch immer nicht, was die Blaupause ist", kritisiert Jan Thomas, Chef des Verlags NKF Media. Mit einer Veranstaltung will er dem Problem entgegentreten. CollectAI ist so etwas wie das Aushängeschild der Otto Group Digital Solutions, der Firmenschmiede des Hamburger Händlers. Die Otto-Tochter hat eine Technologie entwickelt, die auf Basis von KI elektronischen Rechnungen oder Inkasso-Forderungen verschickt. Unser Start-up der Woche. Der britisch-amerikanische Autor Andrew Keen kann sich mit der Silicon-Valley-Mentalität nicht mehr identifizieren. Mittlerweile hat der 58-Jährige sein drittes Buch veröffentlicht, in dem er das Internet kritisiert. Auf den Medientagen München stellte er seine neueste These vor, wie man die Zukunft noch reparieren kann. Nachdem bei Google Plus der Stecker gezogen wurde, steht die Alphabet-Tochter ohne ein eigenes Social-Media-Angebot da. Das macht die Übernahme von Snapchat, über die schon seit geraumer Zeit spekuliert wird, umso wahrscheinlicher. Ein anderer Tech-Gigant könnte Google aber noch in die Parade fahren.


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