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Das halten die Deutschen von Upload-Filtern

Selten hat ein Thema in der Netzgemeinde so hohe Wellen geschlagen wie die Uploadfilter. Wenn das Europaparlament am Dienstag erneut über den Vorschlag zur EU-Urheberrechtsreform debattiert und darüber abstimmt, dann könnte dies auch der Filtersoftware endgültig Tür und Tor öffnen. Doch wie stehen die Deutschen eigentlich zu Uploadfiltern? Die Antwort auf diese und andere Fragen gibt es in unseren Tech-News der Woche.


39 Prozent der Deutschen lehnen einer Umfrage zufolge Upload-Filter ab. Fast jeder zweite Befragte (44 Prozent) traut sich zu diesem Thema kein Urteil zu - und nur 15 Prozent befürworten die umstrittene Filtersoftware. Das ist das Ergebnis des jüngsten "Deutschlandtrends" für das ARD-"Morgenmagazin". Möglicherweise könnten die anhaltenden Demonstrationen den einen oder anderen Politiker, der bislang für Uploadfilter war, doch noch umstimmen. Die für Samstag geplanten Großdemonstrationen gegen Zensur im Internet könnten nach Ansicht von Juso-Chef Kevin Kühnert die umstrittenen Upload-Filter im Europaparlament doch noch zu Fall bringen. "Die bisherigen Abstimmungen waren sehr knapp, es gibt also eine realistische Chance", sagte der SPD-Politiker. Mit Apple Pay bei Zalando bezahlen – nach nur drei Monaten ist damit Schluss, der Modeversender hat die beliebte Bezahlmethode aus seinem Shop entfernt. Bei Kunden sorgt das für Ärger. Die Facebook-Firma Oculus will beim neuen Top-Modell ihrer VR-Brille Rift auf die bisherigen externen Sensoren verzichten. Stattdessen soll das Gerät seine Position im Raum sowie die Controller in den Händen des Nutzers mit Hilfe eingebauter Sensoren erkennen. Damit soll die Rift S dem Nutzer auch die Möglichkeit geben, einen Blick in die reale Welt um ihn herum zu werfen, ohne die Brille abzunehmen. Die Transformation von Instagram geht weiter. Der Foto-Dienst von einst will zu einer Plattform werden, die nahezu sämtliche Nutzerbedürfnisse abdeckt - und die man im Idealfall gar nicht mehr verlassen muss. Wie rasant dieser Wandel vonstatten geht, zeigt die jüngste Ankündigung der Facebook-Tochter. Nutzer können künftig mit der sogenannten Checkout-Funktion direkt in der App einkaufen. Google will mit einem Streaming-Dienst für Videospiele ins Games-Geschäft einsteigen. Die Plattform mit dem Namen Stadia soll im laufenden Jahr an den Start gehen, wie der Internet-Konzern am Dienstag ankündigte. Die Idee ist, dass die Spiele eigentlich auf Googles Servern im Netz laufen - und auf die Geräte der Nutzer über eine schnelle Internet-Verbindung übertragen werden.
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