Galaxy F

Warum Samsung sein Logo faltet

Samsung faltet sein Logo
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Samsung faltet sein Logo
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Samsung wird in wenigen Tagen einen ersten Blick auf sein erstes faltbares Smartphone, das als Galaxy F die Runde macht, gewähren. Vor der Enthüllung am 7. November sind schon erste Details an die Öffentlichkeit gelangt.
Das erste Smartphone mit faltbarem Display des Branchenriesen wird im Laufe der Entwicklerkonferenz zwischen dem 7. und 8. November in San Francisco gezeigt. Das hatte Samsung-Mobile-Chef DJ Koh im September in Aussicht gestellt. Noch vor dem Event hat das Unternehmen gegenüber dem südkoreanischen Magazin The Bell einige Ausstattungsdetails genannt.


Dem Bericht des Magazins The Bell (via Mysmartprice) zufolge wird das Galaxy F oder Galaxy X, oder wie auch immer es heißen wird, zwei separate Super-Amoled-Displays verbaut haben: ein inneres, faltbares mit 7,29-Zoll Bilddiagonale und ein weiteres auf der Außenseite mit 4,58-Zoll-Diagonale. Durch diese Konstruktionsweise könne das Gerät zum einen als kompaktes Smartphone, im ausgeklappten Zustand als Tablet genutzt werden.

Samsung Galaxy F: Patentskizzen von Samsungs faltbaren Smartphones


Samsung war sich laut The Bell unsicher, ob es das zweite, kleinere Display einbauen sollte, entschied sich dann aber dafür, was womöglich eine gute Wahl gewesen sein könnte. Denn so dürfte sich das Gerät auch im zusammen geklappten Zustand für die wichtigsten Dinge nutzen lassen, während es im ausgeklappten Zustand ideal zum Arbeiten oder Konsumieren von Inhalten genutzt werden kann.

Um die Langlebigkeit des faltbaren Smartphones sicherzustellen, verbaut Samsung ein Scharnier, das vom südkoreanischen Hersteller KH Vatec entwickelt wurde. Im eingeklappten Zustand soll das Scharnier für einen winzigen Abstand zwischen den Bildschirmseiten sorgen, um ein Zerbrechen zu verhindern. Das Scharnier ermögliche es dem Benutzer außerdem, das große Display ähnlich einem Notebook-Scharnier in verschiedenen Winkeln auszuklappen.


Samsung soll laut The Bell im November mit der Massenproduktion der Bildschirme beginnen. Das Produktionsvolumen betrage indes nicht mehr als 100.000 Einheiten pro Monat und 500.000 bis eine Million Einheiten im Jahr. Angesichts der verhältnismäßig geringen Produktionszahlen wird das Gerät vorerst als Testballon behandelt, um zu eruieren, wie gut faltbare Geräte vom Markt angenommen werden. Sicher ist immerhin, dass es auch nach Europa kommen wird – das erste Smartphone mit flexiblem Display, das Galaxy Round, kam erst nach einer erfolgreichen Umfrage nach Europa.

Weitere Details zum faltbaren Smartphone will Samsung auf der Developer Conference (SDC) 2018 in San Francisco bekannt gegeben.

Samsung nicht erster: US-Startup Royole mit erstem faltbaren Smartphone


Wenngleich Samsung der erste große Hersteller mit einem flexiblem Smartphone sein wird, ist das überwiegend unbekannte US-Startup Royole das erste mit einem solchen Gerät. Das Flexpai ist Anfang November enthüllt worden und besitzt ein 7,8-Zoll-Display mit 1.920 x 1.440 Pixeln und einem Seitenverhältnis von 4:3, das sich in der Mitte zusammenklappen lässt.

Das Gerät verfügt über bis zu acht Gigabyte RAM und 512 Gigabyte internen Speicher. Bei der Kamera setzt der Hersteller auf einen Dual-Sensor mit 16 und 20 Megapixeln. Für den Massenmarkt ist das Flexpai vorerst nicht bestimmt, laut Hersteller dient die erste Charge als Entwicklergerät. Eine Variante mit 128 Gigabyte Speicher kostet etwas über 1.150 Euro, eine 256-Gigabyte-Version schlägt mit etwa 1.290 Euro zu buche. Ausgeliefert werden soll ab Ende Dezember 2018.


Dieser Beitrag erschien zuerst auf t3n.de
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