Fahrdienstvermittler

Uber will ins Werbegeschäft einsteigen

In der Uber-Eats-App gibt es künftig auch Werbung zu sehen
© Uber
In der Uber-Eats-App gibt es künftig auch Werbung zu sehen
Uber hat es offenbar auf das Werbegeschäft abgesehen: Das Unternehmen, das zuletzt an der Börse hohe Verluste verzeichnen musste, verfolgt den Plan, in seiner Lieferdienst-App Uber Eats künftig auch Werbeanzeigen zu verkaufen. Damit betritt der Fahrdienstvermittler komplett neues Terrain.
Der Fahrdienstvermittler ist aktuell auf der Suche nach einer Führungsperson, die für Uber Eats ein Werbegeschäft aufbauen soll. Die Tech-Plattform Techcrunch hat darüber zuerst berichtet. Wie Werbeanzeigen in der Lieferdienst-App konkret aussehen sollen, darüber gibt es noch keine Informationen. Wahrscheinlich ist aber, dass die teilnehmenden Restaurants mittels In-App-Werbung ihre Sichtbarkeit und letztlich ihre Verkäufe erhöhen sollen.


Eine Art Prototyp dieser Werbeanzeigen gibt es in der Uber-Eats-App bereits seit knapp einem Jahr. Seitdem können Restaurants ihre Sichtbarkeit in der App deutlich erhöhen, wenn sie sich dazu bereit erklären, Rabatte auf die Bestellungen der Nutzer zu gewähren. Mit der nun ausgeschriebenen Stelle will Uber diese Maßnahme deutlich ausweiten und ganz offiziell auch Werbeanzeigen verkaufen.

Das Potential für Werbung auf Uber Eats ist relativ groß. Die App, mit der Nutzer seit 2014 die Angebote verschiedenener Restaurants in der Nähe durchforsten und ihr Essen direkt ordern können, ist für Foodies eine beliebte Anlaufstelle, um sich inspirieren zu lassen. Und ähnlich wie bei Instagram oder Pinterest bietet dieses Nutzungsszenario viele Möglichkeiten für bezahlte Inhalte. Der Lieferdienst ist vor allem in Nordamerika beliebt, in Europa ist er unter anderem in Paris, London, Madrid, Stockholm und Zürich verfügbar. In Deutschland gibt es Uber Eats nicht.


Uber könnte derzeit jede zusätzliche Einnahmequelle gut gebrauchen. Seit dem gefloppten Börsengang macht das Unternehmen mit seinen hohen Verlusten eher Anlegern Angst und Bange statt der Taxibranche. Unterm Strich ergab sich in den drei Monaten bis Ende September ein Minus von 1,2 Milliarden Dollar. Vor einem Jahr hatte der Fehlbetrag 986 Millionen Dollar betragen. In Deutschland startete Uber zuletzt die bislang größte Werbekampagne. ron

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