Fahrdienstvermittler

Uber gründet eigene Einheit für Finanzprodukte

Uber startet neues Angebot "Uber Money"
© Uber
Uber startet neues Angebot "Uber Money"
Uber streckt seine Fühler in die Finanzbranche aus: Der Fahrdienstvermittler hat eine neue Einheit gegründet, die sich Uber Money nennt und sich mit der Entwicklung von Finanzprodukten für Uber-Fahrer beschäftigen soll. Das US-Unternehmen bewirbt diese Pläne zudem mit einem Werbespot.
Für den Start von Uber Money im Heimatmarkt USA hat das Unternehmen etwa die Einführung von sogenannten Real-Time-Earnings bekannt gegeben. Das Angebot ist speziell für Uber-Fahrer gedacht, die damit auf dem Smartphone ihre Einkünfte verwalten können. Das ganze funktioniert über die neue Uber Wallet, mit der auch Transaktionen möglich sein werden, wie Peter Hazlehurst, Head of Uber Money, in einem Blogbeitrag schreibt. Außerdem relauncht Uber seine hauseigene Kreditkarte.


Nach dem Heimatmarkt USA soll Uber Money im nächsten Jahr auf den mexikanischen sowie den brasilianischen Markt ausgeweitet werden, heißt es vonseiten des Unternehmens. Für den deutschen Markt gibt es bei Uber Money derzeit aber keine Pläne, wie der Fahrdienstvermittler auf Nachfrage mitteilt. Das liegt vor allem daran, dass Uber hierzulande - anders als etwa in den USA - nicht mit selbständigen Fahrern, sondern mit professionellen Autovermietern und Taxi-Unternehmen zusammenarbeitet.

Um das neue Finanz-Angebot bekannt zu machen, hat Uber einen einminütigen Film produziert (siehe unten), der die Vorteile der neuen Features anpreist. Das Unternehmen betont in dem Spot vor allem die Zeitersparnis, die die Fahrer durch die neuen Angebote erzielen.
Das Verhältnis zwischen dem Unternehmen Uber und seinen Fahrern gilt seit Langem als angespannt. Den Börsengang von Uber vor einigen Monaten nutzten viele Fahrer zum Streik. Sie prangern unter anderem an, im Prinzip als Selbständige betrachtet zu werden, während Uber sich selbst nur als Plattform sieht, die den Kontakt zwischen Kunden und Fahrern herstellt. Gewerkschaften und Arbeitsrechtler zweifeln diese Praxis an. ron
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