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Drohnen entwickeln sich zu einem Milliardenmarkt
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Droniq

Die Deutsche Telekom steigt in den Drohnen-Markt ein

Drohnen entwickeln sich zu einem Milliardenmarkt
Die Deutsche Telekom träumt von einem neuen Milliardenmarkt und steigt in das Geschäft mit Drohnen ein. Zusammen mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) hat der Bonner Telekommunikationsanbieter das Gemeinschaftsunternehmen Droniq gegründet. Die Firma mit Sitz in Frankfurt am Main soll künftig für Kunden unbemannte Drohnen orten und steuern können. Im Prinzip könnte Droniq künftig also Amazon-Pakete an die Haustür liefern.
von Giuseppe Rondinella Montag, 06. Mai 2019
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Grundlage des Geschäftsmodells von Droniq, an dem die DFS die Mehrheit hält, ist die Ausstattung von unbemannten Drohnen mit Mobilfunk-SIM-Karten und einem GPS-System. Heißt: Die Flieger sollen künftig mithilfe des Handynetzes und der Luftraumüberwachung geortet und erstmals aus der Ferne gesteuert werden können. Bislang sind Drohnenflüge nur in Sichtweite des Piloten erlaubt.


Damit sind nun auch Langstreckenflüge für Geschäftskunden genehmigungsfähig, heißt es von der Telekom. Droniq zielt damit also weniger auf den Verbrauchermarkt ab, sondern auf den B2B-Markt. Das Unternehmen soll eine digitale Plattform aufbauen, die sich an Logistiker und Sicherheitsbehörden wendet. Details sollen Ende Mai von den Konzernchefs Timotheus Höttges und Klaus-Dieter Scheurle in Frankfurt vorgestellt werden. Das Bundeskartellamt hat das Joint Venture bereits genehmigt.

Im Prinzip könnten die Telekom und die DFS künftig also per Drohne Pakete für Amazon und die Deutsche Post ausliefern. Aber auch auf große Geschäfte mit Energiekonzernen hat man es abgesehen. Die wollen ihre Stromtrassen und Windanlagen in Zukunft nämlich am liebsten per Drohne überwachen und auf Schäden prüfen. Die Kontrolle per Drohne sei günstiger als per Hubschrauber. Auch in das Geschäft mit Lufttaxis wolle Droniq früher oder später einsteigen, heißt es. Der Drohnenmarkt wächst derzeit rasant. Experten zufolge dürfte der kommerzielle Markt für Drohnen jährlich um 34 Prozent auf ein Volumen von bis zu 12,2 Milliarden Dollar 2021 steigen. Amazon-Chef Jeff Bezos hatte vor gut fünf Jahren auch schon Pläne für einen Lieferdienst mit autonomen Drohnen vorgestellt, der bisher nicht über die Testphase kam. Der Onlinehändler testet seit Anfang des Jahres zudem Lieferroboter, die auf dem Gehweg fahren. ron
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