Deloitte-Prognose

Immer mehr Unternehmen setzen auf KI aus der Cloud

Werden Künstliche Intelligenzen uns in Zukunft dienen oder uns beherrschen?
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Werden Künstliche Intelligenzen uns in Zukunft dienen oder uns beherrschen?
Im kommenden Jahr werden deutlich mehr deutsche Unternehmen KI-Dienstleistungen aus der Cloud beziehen. Davon geht Deloitte in einer aktuellen Analyse aus. Die Marktforscher haben zum Jahresausklang einen Blick in die Glaskugel geworfen und ihre Prognosen für das Technologiejahr 2019 veröffentlicht.
2018 ist das Jahr, in dem das Thema Künstliche Intelligenz endgültig in der deutschen Spitzenpolitik angekommen ist. Mit Investitionen in Höhe von drei Milliarden Euro will die Bundesregierung dafür sorgen, dass Deutschland in Sachen KI international aufholt. Das Thema wird die deutsche Wirtschaft auch im kommenden Jahr beschäftigen, meinen die Marktforscher von Deloitte. 2019 steht demnach ganz im Zeichen cloud-basierter KI.


Den Experten zufolge werden 70 Prozent der Unternehmen ihre Künstliche Intelligenz aus der Cloud beziehen, also von Anbietern wie Microsoft, Amazon oder Google. Immer mehr KI-Anwendungen stehen in der Cloud zur Verfügung, was die Entwicklung und Ausbreitung von Künstlicher Intelligenz beschleunigen wird, prognostiziert Deloitte. Das kommt gerade kleinen und mittleren Firmen zugute, denen es für die Entwicklung eigener KI-Anwendungen oft an Ressourcen mangelt.

"Cloud-basierte AI ist eine riesige Chance für viele Unternehmen", sagt Andreas Gentner, Partner und Leiter Technology, Media & Telecommunications EMEA bei Deloitte. "Man muss und sollte das Rad auch bei künstlicher Intelligenz nicht ständig neu erfinden. Wenn es bereits eine entsprechende 'schlüsselfertige' AI-Applikation gibt, ist es schlicht zeit- und kostensparend, wenn Unternehmen diese auch nutzen." Eine andere Deloitte-Prognose ist vor allem im Rahmen des gestern in Deutschland gestarteten mobilen Bezahldienstes Apple Pay interessant. Demnach nimmt das Thema Mobile Payment im kommenden Jahr nochmals deutlich an Fahrt auf. Vor allem in China, wo die Anzahl der Menschen, die ihr Smartphone zum bezahklen nutzen werden, von 531 Millionen (2018) auf 600 Millionen (2019) rapide ansteigen wird.


Auch die E-Sports-Gemeinde hat im nächsten Jahr Grund zur Freude. Laut Deloitte wird der globale E-Sports-Markt um weitere 25 bis 30 Prozent wachsen und erstmals die Grenze zum Milliardenmarkt durchbrechen. Die wichtigsten Treiber des Wachstums sind Werbung, Übertragungslizenzen und Franchiseverkäufe. Noch sind die Zocker vor allem auf den dezidierten Online-Plattformen wie Twitch, Smashcast oder Youtube-Gaming präsent, doch auch klassische TV-Sender werden immer häufiger auf das Potenzial von E-Sports aufmerksam, so die Marktforscher.

Die komplette Studie ist hier zum Download verfügbar. ron
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