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Start-ups und etablierte Unternehmen sollen sich enger vernetzen
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Covid-19-Pandemie

Start-ups sollen Problemlöser für Unternehmen werden

Start-ups und etablierte Unternehmen sollen sich enger vernetzen
Von der Personaleinsatzplanung über die Gewährleistung stabiler Lieferketten bis hin zum großflächigen Einsatz von Home-Office-Tools: Im Zuge der Corona-Krise haben Unternehmen zahlreiche Herausforderungen gleichzeitig zu meistern. Eine neue Plattform, die heute an den Start gegangen ist, soll Abhilfe schaffen. Sie vernetzt die Unternehmen mit Start-ups, die kreative Lösungsansätze anbieten.
von Giuseppe Rondinella Donnerstag, 19. März 2020
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Die Plattform startupsagainstcorona.com ist heute Morgen an den Start gegangen und soll Unternehmen in der Corona-Krise als Problemlösungs-Tool dienen. Das zumindest ist das Versprechen der Initiatoren. Wenn es nach ihnen geht, melden sich dort etablierte Unternehmen mit ihren Problemen - beispielsweise bei der Einrichtung virtueller Meetings - und Start-ups bieten daraufhin ihre kreativen Lösungen an.


Hinter der Plattform steckt das Münchner Start-up 27pilots, das diese Art der Hilfestellung selbst zu einem Geschäftsmodell gemacht hat. Das 2018 aus der BMW Startup Garage ausgegründete Unternehmen macht für seine Kunden externe Start-up-Lösungen verfügbar und koordiniert die Projekte. Die Dienstleistung nutzen neben BMW auch BSH Hausgeräte, Bosch und der Baustoffhersteller LafargeHolcim.

In der Corona-Krise sieht 27pilots nun offenbar die Gelegenheit, das ganze eine Spur größer aufzuziehen. Die Münchner sammeln auf der heute gestarteten Plattform alle 
Anfragen und Lösungsansätze, prüfen sie und vernetzen schließlich Start-ups und Unternehmen. "Wir möchten mit der Plattform einen Beitrag dazu leisten, die Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft zu minimieren, den Arbeitsalltag zu normalisieren und den Start-ups einen Weg ebnen, Lösungen schnell und effektiv in den Markt zu bringen", sagt 27pilots-Mitgründer Gregor Gimmy.


Unternehmen kämpfen in der Pandemie von COVID-19 mit zahlreichen Problemen und brauchen in kürzester Zeit funktionale Lösungen, beispielsweise für das Lieferketten-, Finanz- oder Projektmanagement, die Gesundheitsvorsorge, sowie die Einrichtung mobiler Arbeitsmethoden und flächendeckender Videokonferenzsysteme, sagt Gimmy. "Innovative Start-ups können solche Lösungen oft schnell und pragmatisch bereitstellen und den Unternehmen dabei helfen, trotz der Krise flexibel zu bleiben. Gleichzeitig bietet sich den Start-ups die Chance, neue Kunden zu gewinnen."

Dass Start-ups in der Lage sind, Antworten auf globale Herausforderungen der aktuellen Situation zu formulieren, zeigen prominent gewordene Entwicklungen der letzten Tage. So erhielt das Mainzer Start-up Biontech, das an einem Impfstoff gegen Covid-19 forscht, am Montag von einem chinesischen Pharmakonzern die Zusage über rund 120 Millionen Euro. ron
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