Codename "Orion"

Ray Ban und Facebook tüfteln an Augmented-Reality-Brille

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Facebook tüftelt an einer vernetzten Brille
© Pixabay / geralt
Facebook tüftelt an einer vernetzten Brille
Facebook und die Sonnenbrillenmarke Ray Ban arbeiten einem Medienbericht zufolge gemeinsam an einer vernetzten Brille. Das Gerät, das unter dem Projektnamen "Orion" entwickelt wird, soll spätestens in sechs Jahren auf den Markt kommen und nicht weniger als das Smartphone komplett ersetzen. Während Facebook die Technologie liefert, soll Ray Ban dafür Sorge tragen, dass die Nasenfahrräder ein Hingucker sind.
Dass Facebook große Stücke auf vernetzte Brillen hält, ist per se nichts Neues. Schon seit Jahren tüfteln hunderte Mitarbeiter des Konzerns in Redmond an der Technologie für ein solches Gerät. Allerdings kommen sie ohne fremde Hilfe wohl nicht mehr weiter: Laut CNBC hat sich Facebook nun Unterstützung ins Haus geholt und arbeitet künftig gemeinsam mit dem Sonnenbrillenhersteller Ray Ban zusammen.


Unter dem Codenamen "Orion" soll eine Augmented-Reality-Brille entstehen, die laut CNBC spätestens in sechs Jahren auf den Markt kommen und offenbar das Smartphone komplett überflüssig machen soll. So soll das Gerät etwa über Sprachbefehle Anrufe tätigen und Livestreams für die sozialen Medien anfertigen können. Für eine bessere Bedienung der Brille hat Facebook laut CNBC bereits einen vernetzten Ring entwickelt, der Handbewegungen registriert.

Ray Bans Mutterkonzern Luxottica kennt sich mit solchen Technologie-Partnerschaften aus. Bereits vor fünf Jahren hatte sich der weltweit größte Brillenhersteller aus Italien an der Entwicklung der Google Glass beteiligt. Die Google-Brille floppte allerdings grandios. Mark Zuckerberg will einen ähnlichen Flop vermeiden. Laut CNBC hat er seinen Hardware-Chef Andrew Bosworth damit beauftragt, dem Projekt "Orion" eine hohe Relevanz beizumessen.


Facebook ist freilich nicht das erste und einzige Unternehmen, dass sich mit der Entwicklung von AR-Brillen beschäftigt. Erst vor wenigen Wochen brachte Snapchats Betreiberfirma Snap eine dritte Version seiner Kamerabrille Spectacles auf den Markt, die erstmals auch in der Lage ist, eine Reihe von 3D- und Augmented-Reality-Effekten in das Sichtfeld einzublenden. Und Anfang September wurde bekannt, dass Apple eine eigene Datenbrille noch nächstes Jahr ins Rennen schicken will. ron

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