Cloud-Geschäft

Adobe beginnt mit der Integration der Magento-Plattform

Das Adobe-Headquarter in San José
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Das Adobe-Headquarter in San José
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Nach der milliardenschweren Magento-Übernahme beginnt Adobe nun mit der Integration der Commerce-Plattform in seine eigenen Systeme. Auf der Konferenz "Magento Live Europe" in Barcelona hat Adobe seine neue Commerce-Strategie vorgestellt, bei der die Magento Commerce Cloud in die Adobe Experience Cloud integriert wird. Laut Unternehmensangaben sollen Kunden dadurch künftig in der Lage sein, ein personalisiertes und datengesteuertes Einkaufserlebnis zu schaffen.

Die ersten Integrationen der Magento Commerce Cloud in Adobes Content-Management-, Personalisierungs- und Analytics-Lösungen sind, wie das Unternehmen heute mitteilt, ab sofort für die Kunden verfügbar. Unter anderem ermöglicht eine Integration mit dem Adobe Experience Manager, Einkaufserlebnisse an jedem Touchpoint entlang der kompletten Customer Journey zu erstellen und zu verwalten.

Außerdem können Unternehmen über die Analytics-Lösung künftig ihre Kundendaten proaktiv überwachen, um Muster zu erkennen und das zukünftige Kundenverhalten vorherzusagen. Hinter dieser Funktion steckt Adobes KI-Einheit Sensei, die im Hintergrund wirkt. Spezielle Versandanforderungen oder Bestandslücken sollen auf diese Weise schenller erkannt werden.

Adobe hatte Magento vor etwa einem halben Jahr für 1,68 Milliarden US-Dollar übernommen. Bei in Culver City beheimateten Spezialisten handelt es sich um einen Software-Anbieter für Händler und Unternehmen in der B2C- und B2B-Branche. Magento-Kunden nutzen den cloudbasierten Dienst, um die Komplexität des E-Commerce zu bewältigen und den Umsatz zu steigern - etwa, indem mehrere Shops mit eigenständigen Katalogen und Kundenstämmen auf unterschiedlichen Domains verwaltet werden.

Durch die Integration von Magento in die Experience Cloud erhält Adobe eine eigene native Commerce-Expertise und wird künftig jeden Moment des Shopping-Erlebnisses noch individueller auf den jeweiligen Nutzer zuschneiden können. Außerdem bringt sich Adobe mit der Übernahme in Position gegen Konkurrenten wie Salesforce. Der Cloud-Anbieter hatte sein Portfolio 2016 mit der Firma Demandware ebenfalls um ein Shopsystem erweitert.

Zu den Kunden von Magento zählen Marken wie Canon, Helly Hansen, Paul Smith und Rosetta Stone. Zudem teilen sich Adobe und Magento künftig gemeinsame Kunden wie Coca-Cola, Warner Music Group, Nestlé und Cathay Pacific. ron




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