BVDW-Studie

Sprachnachrichten via Whatsapp und Co spalten die Deutschen

Sprachnachrichten erfreuen sich bei immer mehr Smartphone-Nutzern großer Beliebtheit
© Fotolia
Sprachnachrichten erfreuen sich bei immer mehr Smartphone-Nutzern großer Beliebtheit
Immer mehr Deutsche verschicken Sprachnachrichten über Messenger-Dienste wie Whatsapp. Einer aktuellen Studie vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) und Kantar TNS haben bereits mehr als zwei Drittel der deutschen Onliner Voice-Nachrichten an Freunde, Familien oder Kollegen gesendet. Doch das Thema spaltet ganz offensichtlich die Bevölkerung. Denn: Etwa ein Drittel der Deutschen weigert sich bislang, Sprachnachrichten zu verschicken.
Laut der Studie versenden 32 Prozent der Deutschen Sprachnachrichten mehrmals pro Woche, 69 Prozent zumindest gelegentlich."Während vor allem Jüngere sie bereits häufig nutzen, oft mehrmals täglich, gibt es noch ganze 30 Prozent der Bevölkerung, die sich den Sprachnachrichten bisher verweigern", erklärt BVDW-Geschäftsführer Marco Junk. 42 Prozent der 16- bis 24-Jährigen nutzen Sprachnachrichten sogar täglich. 43 Prozent der 45- bis 54-Jährigen nutzen sie nie.
© BVDW
Als größter Vorteil von Sprachnachrichten per Whatsapp & Co wird von den Nutzern die Bequemlichkeit angesehen. 56 Prozent der Befragten geben an, dass sie den geringeren Aufwand im Vergleich zum Tippen schätzen. Zudem glauben 32 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass Voice-Nachrichten zu weniger Missverständnissen als Textnachrichten führen. Weitere 30 Prozent schätzen den Vorteil, dass Sprachnachrichten zeitlich unabhängiger als ein Telefonat sind, denn sie können jederzeit allein aufgenommen werden.
© BVDW
Aber die Studie identifiziert auch Nachteile: Der größte liegt in der Dauer der Sprachnachrichten. 40 Prozent der Befragten geben an, dass das Abhören von Sprachnachrichten zu lange dauert. 22 Prozent fürchten gar, dass Kinder und Jugendliche durch Sprachnachrichten nur noch sprechen, statt die Rechtschreibung zu lernen. 17 Prozent der Teilnehmer finden, dass das Aufnehmen von Sprachnachrichten für die Menschen im unmittelbaren Umfeld "blöd" aussieht.
© BVDW
Am häufigsten werden Sprachnachrichten von den Deutschen an Freunde verschickt (65 Prozent). Dahinter folgt die Familie mit 55 Prozent. Nur 18 Prozent der Befragten verschicken Sprachnachrichten an Arbeitskollegen. tt


stats